Spielberichte 1. Mannschaft

SpVg Iseringhausen- SG Hützemert/Schreibershof II 2:2

 

Wenn man schon am zweiten Spieltag Wiedergutmachung betreiben muss, ist klar, dass das erste Spiel suboptimal gelaufen ist (um es äußerst schmeichelhaft zu umschreiben). Nach der hypernervösen Vollpleite an der McDonalds-Allee empfing man zum ersten Heimspiel der Saison nun ausgerechnet die Zweitvertretung von der Eulenbuche zum ersten Derby der Saison, bei dem alle Beteiligten aufgerufen waren, eine deutliche Leistungssteigerung zu erbringen und die ersten drei Punkte einzufahren. Die Bedingungen dafür hätten besser nicht sein können: beim Training am Donnerstag konnte Übungsleiter Hupertz satte 22 Mann begrüßen, sodass er mit Ausnahme der Verletzten Jan Drüeke, Colossus Reuber und Tim Willmes aus dem Vollen schöpfen konnte. Julian Zimmer und Marcel Stracke reisten sogar extra früher vom München-Urlaub zurück, um bei diesem rassigen Duell dabei zu sein. Das „SG“ in SG Hützemert-Schreibershof steht wohl für Samsunspor Galatasaray, denn die Gäste liefen in überwiegend türkischer Besetzung auf und agierten mit dem dafür üblichen Spielstil: je giftiger, desto besser. Grätschen wurden voll auf die Schienbeine durchgezogen, zudem wurde im Rücken des Schiedsrichters eifrig geboxt- ein Witz, dass die Gäste diese Partie mit elf Mann beenden durften.

 

Die SpVg war von Beginn an bestrebt, die schwache Leistung der Vorwoche vergessen zu machen und legte los wie die Feuerwehr - kein Wunder, schließlich standen mehrere Feuerwehrleute auf dem Platz. Hohes, aggressives Gegenpressing, schnelles Spiel aus der eigenen Hälfte und Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor- all die feinen Zutaten für einen Siegescocktail, die man trotz guter Vorbereitung in der letzten Partie zuhause vergessen hatte, waren endlich zurück. Das Resultat konnte sich sehen lassen: Mario Schulte sorgte mit einem sehenswerten Distanzschuss für das 1:0. Dumm nur, dass man danach das Fußballspielen völlig einstellte und zum handelsüblichen Grottenkick überging- die Leistung war unterirdischer als jede U-Bahn. Die Quittung waren zwei Gegentore nach Standards, sodass es mit 1:2 in die Kabine ging. Umso peinlicher war das Ganze, weil trotz des Katastrophenwetters überaus viele Zuschauer an die Vogelstange gekommen waren.

 

In der zweiten Hälfte agierte man etwas zielstrebiger und kam zu einer absurden Fülle an Chancen, scheiterte jedoch wahlweise am starken Hützemerter Keeper oder an der eigenen Unfähigkeit. So kam man nur noch zum 2:2 durch Timo Beck- auch, weil mehrere Elfer verweigert wurden, aber hauptsächlich wegen der eklatanten Abschlussschwäche. Hoffentlich kommt man bis zum Pokalspiel am Donnerstag gegen den A-Ligisten SF Möllmicke wieder in die Spur. 

 

 

SpVg: Wigger- Zimmer (Leon Stahl), Beck, Viedenz, Maximilian Stracke (Kolodziej)- Berg,Bender, Schulte, Basti Stracke- Crico, Scheele.

 

SV Dahl-Friedrichsthal II - SpVg Iseringhausen 3:1

 

Im ersten Hinrundenspiel blamierte sich die SpVg beim Aufsteiger aus Dahl bis auf die Knochen und ließ über 90 Minuten all das vermissen, was man in der Vorbereitung so gut gemacht hatte. Vorne verballerte man klarste Torchancen, hinten fing man sich unnötige Gegentore, die man durch entschiedeneres Agieren leicht hätte verhindern können. So muss man sich bei einer in allen Mannschaftsteilen enttäuschenden Nicht-Leistung nicht wundern, dass man direkt im ersten Spiel die erste Klatsche kassierte. Der Ehrentreffer war auch eher eine glückliche Angelegenheit: Julian Zimmer zog nach der Pause aus großer Distanz einfach mal ab und der Dahler Keeper ließ die Kugel höflich passieren. Da man in der restlichen Spielzeit aber weiter zu lust- und planlos agierte und sich noch einen weiteren Gegentreffer fing, lautete der verdiente Endstand schließlich 3:1 für die Gastgeber. Jetzt muss man den Schalter ganz schnell wieder herumlegen, wenn man im Derby gegen Hützemert-Schreibershof II Punkte holen will.

 

SpVg: Wigger - Zimmer, Beck, Schulte, Viedenz - Berg, Bender, Leon Stahl (Bieker), Sebastian Stracke - Crico (Kolodziej), Scheele.

SpVg Iseringhausen - FSV Helden 5:2

 

Stillgestanden und Herzlich Willkommen zum ersten Pflichtspiel der neuen Saison 2019/20: Iseringhausen gegen Helden. Klingt ziemlich epochal, obwohl es nur die erste Runde des Krombacher Pokals ist - auf jeden Fall aber epochaler als das Freilos vom letzten Jahr. Und epochal deshalb, weil wieder einmal ein Umbruch an der Vogelstange stattgefunden hat: Vereinslegende Frank Hupertz und der frisch vermählte Ex-Capitano Tim Willmes leiten nun die sportlichen Geschicke an der Vogelstange. Neben ihnen darf man zahlreiche verlorene Söhne wieder zu Hause begrüßen: Pferdchen, Frittentimo, Schultic und den neuen Waldkönig. Hinzu kommen mit Felix Bender (2. Dirkinger in der Vereinsgeschichte) und Max Fahrenkrog (ca. 143. Feuerwehrmann in der Vereinsgeschichte) zwei weitere Neuzugänge, die der Sportliche Leiter Benni Stracke nach Iseringhausen lotsen konnte, und natürlich Kugelblitz Justus Reißner aus der eigenen Jugend. Bis zu diesem Pokalknaller ließ sich die Vorbereitung ganz gut an: viel Muskelkater, dafür aber drei Testspiele, drei Siege, 19:2 Tore - läuft. Oder, um es mit den Worten der Sportkameraden aus Wildbergerhütte zu sagen: „Und, wen schießt ihr heute ab?“

 

Was bedeutete das für das Pokalspiel? Reichlich wenig. Nun ja, erstens sind Testspiele keine Pflichtspiele und zweitens bekam die SpVg mit dem FSV aus Helden einen zwei Klassen höher spielenden Gegner zugelost, der eine ganz andere Hausnummer als die bisherigen Gegner darstellte. Dennoch: eine breite Brust brachte man dank der drei Siege sicherlich mit und außerdem war jeder bestrebt, mit einem Sieg zum Schützenfest-Modus überzugehen (nur noch drei Tage!!!). Abendspiel, drei Tage vor Schützenfest bei prallem Sonnenschein und vor toller Kulisse: was gibt es Schöneres (außer einer kühlen Regenschauer)?

 

War man am Dienstag wegen diverser Urlaube und Nachwirkungen des Olper Schützenfests noch mit einer getunten Notelf aufgelaufen, konnte Trainer Hupertz jetzt wieder fast aus dem Vollen schöpfen. Es fehlten nur der spielende Co Tim Willmes, der noch in den wohlverdienten Flitterwochen weilt, sowie die ebenfalls im Urlaub weilenden Kugelblitze Pikowski und Reissner. Zudem hatte Lord Bröcher Schwierigkeiten, das Olper Waldfest wegzustecken.

 

Im Tor lief Königstransfer Sebastian Wigger auf, davor ein kompaktes 4-4-2 mit der Hüster Innenverteidigung Timo Beck und Klaus Viedenz, auf den defensiven Außenpositionen sollten Julian Zimmer und Timo Berg für Sicherheit sorgen. Auf der Sechs fanden sich die überragend aufgelegte Felix Bender und Mario Schulte wieder, auf den Außen galoppierten, bzw. marschierten die ähnlich gut aufgelegten Hattrick-Domi Kolodziej und Major Basti Stracke. Vorne stürmten Tino Crico und selbstverständlich der  Pokalschreck himself Jonas Scheele, der prädestiniert dafür war, heute zum Antihelden zu werden.

 

Auch unsere beiden altgedienten Betreuer Jonas Viedenz und Hendrik Siewer waren wieder mit von der Partie und verfolgten diesen Knaller äußerst engagiert von der Seitenlinie aus. 

 

Also ran an den Speck, und in diesem Sinne: „Fertigwerden!“ für die Hitzeschlacht von Iseringhausen! 38 Grad und es wird noch heißer, Michael Bechheim brüllt sich heiser. Vermutlich herrscht sogar im Schlund des Ätna nicht so eine brütende Gluthitze wie an diesem Abend in Iseringhausen, aber es hilft ja nichts: hitzefrei gibt‘s nicht.

 

Die Gastgeber zogen sofort ihr jenseits der „Grundautobahn“ gefürchtetes Gegenpressing auf und setzten die Heldener schon früh in der eigenen Hälfte unter Druck. Helden entschied sich gegen gepflegtes Aufbauspiel und verlegte sich auf lange Bälle, die allerdings nicht zum Erfolg führten, während die Gastgeber auf der andern Seite gepflegt die Pille hin und her schoben, ohne allerdings zu klaren Chancen zu kommen. Dennoch zogen die Gäste Mitte der ersten Hälfte durch einen Freistoß und einen Konter nach 3,45 m Abseits mit 2:0 davon. Kein Problem für die heute in rot auflaufende Furia Roja: Timo Beck per Nachstocherkopfball und Felix Bender nach einem schmeichelhaften Elfer glichen flugs aus, sodass es mit 2:2 zum Pausentee ging.

 

Nach der Pause übernahm die Hupertz-Elf dann endgültig das Heft des Handelns und spielte die Gäste phasenweise an die Wand. Ein erneuter Elfmeter von Felix Bender und ein eiskalt von Major Stracke abgeschlossener Konter entschieden die Partie, bevor Jonas Scheele einen feinen Stracke-Heber

per Brust über die Linie drückte und den Bums endgültig entschied: aus die Maus, 5:2! Leider verletzte sich der Heldener Keeper bei dieser Szene so schwer, dass er mit dem Krankenwagen abgeholt werden musste- an dieser Stelle gute Besserung!

 

5:2 lautete dann auch der Endstand. Ein hoch verdienter Heimsieg im ersten Pflichtspiel der Saison, mit dem man sich für die bislang sehr starke, engagierte Vorbereitung belohnte und dank dem man mit bester Laune das Schützenfest einläuten kann!

 

SpVg: Wigger- Zimmer (Maximilian Stracke), Beck, Viedenz, Berg - Basti Stracke, Bender, Schulte, Kolodziej (Fahrenkrog)- Crico (Bieker), Scheele (Erik Engels).

Saison 2018/2019

RSV Listertal - SpVg Iseringhausen 4:2

 

Am letzten Spieltag kam es auf dem Hunswinkler Sportplatz, dessen Duschen trotz wochenlanger Arbeiten immer noch nicht fertiggestellt sind, zum Endspiel um Platz vier. Hierbei hatte die SpVg die bessere Ausgangslage: vor dem Anpfiff lag man drei Punkte und zwei Tore vor Listertal, sodass man auch bei einer Niederlage mit zwei Toren Unterschied die Saison noch auf Platz vier beendet hätte- aber an solche Rechenspiele wurden selbstverständlich keine Gedanken verschwendet. Vielmehr wollte man die ausgesprochen gute Saison mit dem fünften Sieg im sechsten Auswärtsspiel der Rückrunde schön abrunden und schielte zumindest noch ein bisschen auf Platz 3, der bei einer Niederlage der Rüblinghauser Reserve noch erreichbar war. Rüblinghausen gab sich aber keine Blöße, sodass Platz 4 schlussendlich das höchste der Gefühle war. 

 

Man fuhr titanenlos (Drüeke und Reuber immer noch verletzt) nach Hunswinkel zur besten Rückrundenmannschaft, die von Anfang an ordentlich Dampf machte und zügig zum 1:0 kam- das obligatorische frühe Gegentor eben. Jedoch kam man durch einen feinen Majorsheber rasch zum Ausgleich und war von da an auch wesentlich besser im Spiel. Dennoch kassierte man nach einem Konter das zweite Gegentor, dem die SpVg dann lange hinterherlaufen musste- bis Kilian Stahl, der Dioptrienmann, mit einem unhaltbaren Elfmeter für das 2:2 sorgte. Dieses konnte man aber nicht lange halten: wie schon beim Duell gegen die Listertaler Zweitvertretung kassierte man einen roten Karton. Diesmal war Julian Zimmer der Glückliche. Man fing sich also noch zwei Buden, aber dank zwei toller Paraden Sebastian Pikowskis blieb es dabei. Trotz der Niederlage beendet man die Serie also auf einem sehr guten vierten Platz.

 

SpVg: Pikowski- Maximilian Stracke, Bröcher, Viedenz, Zimmer- Crico, Erik Engels (Kolodziej), Daniel Feldmann, Khalfi (Leon Stahl)- Simon Clemens (Kilian Stahl), Basti Stracke.

 

SpVg Iseringhausen - SG Hützemert/Schreibershof II 6:0

 

Letztes Heimspiel der Saison an der Vogelstange- das bedeutet traditionell gute Stimmung, bestes Wetter und ein Heimsieg. Was letzteren angeht, so war das durchaus Pflicht nach der Blamage im Hinspiel, als man sich gegen zwölf Mann mit einem 0:1 begnügen musste. Hinsichtlich des Wetters gaben die Prognosen in den letzten Tagen wenig Aussicht auf Kaiserwetter, und pünktlich zum Anstoß öffnete Petrus dann auch alle Schleusen, sodass dieses Derby, das letzte Heimspiel unseres scheidenden Trainerteams, bei Fritz-Walter-Wetter über die Bühne ging. 

 

Und meine Damen und Herrn, ziehen Sie die Hüte: es war das letzte Heimspiel von Sebastian Pikowski! Der Mann hat hier noch B-Liga gespielt! Als Piko hier ankam, (noch!) schlank, war Gerhard Schröder noch Bundeskanzler und die besten Kicker in der DFB-Elf hießen Ramelow und Nowotny. Spieler wie Leon Stahl und Julius Reissner fieberten dem Kindergarten entgegen. Und seitdem hat dieser Typ alles für diesen Verein gegeben! Um es bildlich zu sagen: guckt euch die Hummel an. Nach allen physikalischen Gesetzen kann die Hummel nicht fliegen- aber sie fliegt. Genau so ist es mit Sebastian Pikowski: die Gegner sehen ihn und freuen sich (der Torwart ist dick, holzt auf die Bude!)- und 90 Minuten später googeln sie den Namen dieses Teufelskerls, der sie den Sieg gekostet hat. In jedem Spiel, in jedem Training, stand Piko stets mehr unter Strom als jedes AKW, und davor kann man nur den Hut ziehen! Danke auch an Britta, die uns regelmäßig mit Kuchen und Süßigkeiten versorgt hat.

 

Co-Trainer Nabil Khalfi, der das letzte Spiel Sultan-Style mäßig mit Turban beenden musste, wurde wie einst George Weasley von seinem verletzten Ohr ausgebremst und musste darauf verzichten, zum letzten Mal im Hexenkessel Vogelstange auflaufen zu können. Thomas Keseberg, der wandelnde Wahnsinn aus Heid, verzichtete (wegen des Wetters?) darauf, noch einmal selbst die Schuhe zu schnüren und sah sich diesen Dräulzer Klassiker von der Seitenlinie an, dicker gegen den Regen eingepackt als ein Hochseefischer. 

 

Der Kader war mit sechzehn Mann gut gefüllt, auch Simon Clemens (schon 2 Saisontore!!!) und Hattrick-Domi Kolodziej waren wieder mit von der Partie. Justus Reissner guckte sich das Ganze mit dem kreuzbandlädierten Jan Drüeke vom Rand aus an. Verzichten musste man allerdings auf Colossus Reuber (Knie) und Steffen Bieker (Ramadan-Pilgerfahrt nach Dubai).

 

Neben Major Basti Stracke, Baummörder Julian Zimmer und Sportreporter Klaus Viedenz, die eine Stammplatzgarantie erhalten hatten, fanden sich Kapitän Erik Engels, Würger Maximilian Stracke und Lord Bröcher in der Startelf wieder. Für Torgefahr sollten Der Stolz von Brachtpe und Lasagnebomber Crico sorgen.

 

Das Spiel nahm vor den Augen des für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrten Alexander Scheele einen absurden Verlauf: hatte man in der letzten Woche noch mehr Chancen vergeben als ein Junggeselle auf der Tanzfläche, so war man an diesem Sonntag eiskalt wie ein Magnum in der Tiefkühltruhe. Freistoßgott Julian Zimmer sorgte früh für das 1:0, und genauso ging es dann auch weiter: Leon Stahl mit seinem zweiten Seniorentreffer und ein Verteidiger der Gäste erhöhten früh zum verdienten 3:0, bevor dann die Fußballwelt in ihren Grundfesten erzitterte: Eike Engels persönlich staubte zum 4:0 ab. Sie haben richtig gelesen: Eike Engels hat ein Tor geschossen! Mehr muss zur Qualität der Kreisliga C2 in diesem Jahr wohl nicht gesagt werden. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war der Bums an der Vogelstange gelaufen. 

 

Die zweite Hälfte verlief weniger glorreich, aber dank freundlicher Hilfe der Gäste kam man noch durch einen Traumfreistoss des Schützenmajors persönlich und ein Eigentor zum 6:0-Endstand. Somit erspielte man sich hochverdient den ersten souveränen Heimsieg der gesamten Rückrunde. 

 

Nach dem Abpfiff wurden dann die verdienten Spieler Andy Hoffmann und Patrick Oppen, sowie das Trainergespann verabschiedet und Caro und Isa Stahl und Sabine Drüeke einmal mehr für die stets hervorragende Bewirtung gedankt.

 

SpVg: Pikowski- Maximilian Stracke (Kilian Stahl), Bröcher, Viedenz, Zimmer- Erik Engels, Leon Stahl- Eike Engels (Scheele), Crico, Basti Stracke (Domi Kolodziej)- Simon Clemens.

SF Azadi Attendorn - SpVg Iseringhausen 2:3

 

Fünf „Länderspiele“, fünf Siege- schon vor dem Anpfiff war der SpVg der Nations-League-Aufstieg nicht mehr zu nehmen, aber dennoch war man bei Azadi Attendorn auf drei Punkte angewiesen, um Rüblinghausen auf den Fersen bleiben zu können. Dazu hatte man selbstverständlich wieder den Schrecken von Attendorn, Hendrik Siewer dabei, der sich bei der Rudelbildung im Hinspiel so vorzüglich hervorgetan hatte. Nicht dabei war zum Entsetzen der eigenen Anhängerschaft Goalgetter Jan Drüeke, für den die Saison nach seinem Kreuzbandriss leider beendet ist. Ein Glück, dass der Zahn der Nation wieder dabei war: Maximilian Stracke überwand seine Kotelettierung und lief hinten rechts auf! 

 

Im Zentrum fielen alle 3-Meter-plus-Menschen aus: kein Metzger, kein Lord, kein Drüeke! Logische Konsequenz? Die Heiderhofer Hartgranate Daniel Feldmann wurde aus Münster in die Startelf beordert! Außerdem schaffte Kilian Stahl den Sprung in die Startelf und durfte mit Jonas Scheele im Sturm auflaufen. Dumm nur, dass Papa Jürgen das nicht sehen konnte, weil er mit der Altherrenmannschaft gerade durch die Ostsee schippert. Auch die Bank war mit Julian Zimmer, Klaus Viedenz und Basti Stracke außerordentlich gut besetzt. Rotsünder Marcel Stracke konnte sich diesen Kick mit dem JGA-Versehrten Simon Clemens vom Rand aus ansehen.

 

Das Spiel begann ungewohnt gut: schon nach wenigen Minuten sorgte   Steffen Bieker nach einem Freistoß für die Führung- ausgerechnet er, der im Hinspiel harmlos wie ein Grashüpfer agierte, traf zum 1:0. Danach ging man zum obligatorischen Grottenfussball über, sodass für lange Zeit das einzige nennenswerte Highlight war, dass Britta Pikowski auf der Ersatzbank Süßigkeiten verteilte. Dann sorgte Tino Crico nach 34 Minuten für das zu diesem Zeitpunkt glückliche 2:0, das man aber durch eigene Dummheiten und eine katastrophale Chancenverwertung noch aus der Hand gab. Der Schiri tat sein übriges und pfiff satte drei Treffer wegen angeblichen Abseitsstellungen zurück- alles klare Fehlentscheidungen. So stand es nach 72 Minuten plötzlich 2:2 und man musste sich eifrig abstrampeln, um den Auswärtssieg doch noch einzutüten. Und da kam der große Moment unseres Stögers, der einen feinen Stracke-Freistoß konstruktiv über die Linie drosch und so den umjubelten Siegtreffer erzielte. Natürlich feierte er stilecht in Modeste-Manier. Wenig später war das Grauen dann vorbei und der glückliche Auswärtssieg gesichert. In der nächsten Woche bestreitet man um 15 Uhr gegen Hützemert-Schreibershof II das letzte Heimspiel der Saison, zu dem man hoffentlich viele Zuschauer begrüßen kann.

 

SpVg: Pikowski- Crico, Maximilian Stracke (Zimmer), Feldmann, Erik Engels, Eike Engels- Khalfi, Leon Stahl, Bieker (Viedenz)- Kilian Stahl (Basti Stracke), Scheele.

SpVg Iseringhausen - SV Heggen II 4:2

 

Iseringhausen gegen Heggen- das war schon in der Hinrunde ein absoluter Grottenkick bei frostiger Kälte und beißendem Wind, und auch an diesem ersten Maisonntag herrschte pünktlich zum Anstoß Wetter wie bei einem Dementorenangriff. Im Hinspiel mussten die Zuschauer überdies noch die einzige Nullnummer der Saison erdulden und die Statistik vor dem Anstoß sprach auch diesmal nicht unbedingt für ein Torfestival, denn hier standen sich mit jeweils 35 Gegentoren die beiden zweitbesten Defensiven der Liga gegenüber. 

 

Kadertechnisch hatte Thomas Keseberg bei seinem vorletzten Heimspiel an der Vogelstange dank starker Trainingsbeteiligung die Qual der Wahl und entschied sich schlussendlich dafür, alles mitzunehmen, das zwei Beine hatte: darunter auch Feuerwehrmann Sebastian Reuber, der sich trotz des Florianstages bereiterklärte zu spielen und sich so in den Dienst der Mannschaft stellte. Chapeau- leider fiel die wandelnde Mauer dann beim Warmmachen doch noch aus, sodass Erik Engels für ihn in die Innenverteidigung rücken musste. Beide Kommunionkinder aus dem Hause Stahl schafften es trotz Heiligenscheins nur auf die Bank, wobei Kilian Stahl auch noch mit einem neuen Nasenfahrrad für Aufsehen sorgte. Die drei Floriansjünger Basti, Marcel und Maximilian Stracke fehlten, sowohl um das neue TLF4000 zu feiern, als auch weil sie gesperrt, bzw. immer noch kotelettiert waren.

 

Man begann mit ansehnlichem Spielaufbau aus der eigenen Hälfte und erspielte sich so eine Vielzahl von Torchancen, die man allerdings maximalst kläglich vergab. Dann, nachdem der Regen endlich aufhörte, kam man endlich zu einem Einwurf, den Quarterback Tino Crico bis in den Sechzehner schleuderte. Jan Drüeke verlängerte per Kopf und Nabil Khalfi drückte den Ball zur hochverdienten Führung über die Linie. In der Folge spielte man ebenso gut weiter, ging aber sorgloser mit den Torchancen um als der BVB mit seinem Neun-Punkte-Vorsprung auf die Bayern. Es kam, wie es kommen musste: nach einer Ecke rückte man nicht konsequent raus und ließ einen gegnerischen Stürmer völlig frei stehen, der dankbar zum Ausgleich einnickte. Dadurch ließen die Gastgeber sich nach Strich und Faden aus der Ruhe bringen, wodurch sich der handelsübliche Grottenkick entwickelte. 1:1 hieß dann auch der Pausenstand.

 

Ähnlich qualitätsarm ging es dann in den zweiten 45 Minuten weiter, allerdings agierte man jetzt konsequenter vorm gegnerischen Kasten. Zunächst hämmerte Jan Drüeke einen Freistoß in Roberto-Carlos-Manier in die Maschen und dann sorgte Tino Crico mit einer direkt verwandelten Ecke für das vorentscheidende 3:1. Unser Pinocchio sorgte dann nach dem schönsten Spielzug, der in den letzten zehn Jahren an der Vogelstange gespielt wurde, für das 4:1: Balleroberung im Mittelfeld, drei Tiki-Taka-Pässe mit einem Kontakt und dann rappelte es im Karton. Damit war das feine Spiel aber auch schon wieder beendet und es wurde zum gepflegten Rumpelfussball zurückgekehrt, der den Rest des Spiels dominierte. Keeper Pikowski konnte sich mehrmals auszeichnen, bevor die Gäste dann mit dem Schlusspfiff noch zum 4:2-Endstand kamen. Man bekleckerte sich an diesem Sonntag wahrlich wieder nicht mit Ruhm, aber unter dem Strich war es dennoch ein verdienter Sieg, durch den die SpVg der Rüblinghauser Zweitvertretung weiter dicht im Nacken sitzt.

 

SpVg: Pikowski- Zimmer, Erik Engels, Bröcher, Viedenz- Crico, Bieker, Drüeke (Eike Engels), Khalfi - Scheele (Kilian Stahl), Simon Clemens (Leon Stahl).

RSV Listertal II - SpVg Iseringhausen 2:0

 

Offenbar ist der Sommer schon wieder vorbei, denn ausgerechnet zur Auswärtsreise nach Listertal, bei der die Gastgeber wegen eines Umbaus leider keine Duschen zur Verfügung stellen konnten, herrschten wieder kühle Temperaturen. Gut, dass wenigstens das Wetter beim Abschlusstraining Sahne war. Obendrein wurde dieses auch noch durch den Besuch von Autoschrauber Sascha Müller aufgewertet, der der Mannschaft zwei Kisten Pils spendete - ist das schon Doping? Hajo Seppelt, übernehmen Sie! Gestärkt von diesen beiden Kisten und allem anderen, was am Wochenende noch so passierte, konnte man mit einem brechend vollen Kader über die Kreisgrenze nach Hunswinkel fahren (Stand: Donnerstag). Satte zwanzig Mann waren beim Training, darunter der wiedergenesene Jan Drüeke, sodass Thomas Keseberg, was die Kadernominierung anging, mehr Leute enttäuschen musste als Heidi Klum bei Germany‘s Next Topmodel. Gar nicht dabei waren ohnehin schon beide Stahl-Brüder, die endlich zur Erstkommunion gingen(Halleluja!) und die angeschlagenen Sebastian Reuber und Patrick Willmes. Dafür stand Julian Zimmer etwas überraschend zur Verfügung, nachdem er zum ersten Mal seit der D-Jugend gleich zweimal in einer Woche zum Training erschien. Kurzfristig fiel dann auch noch Schlüsselspieler Maximilian Stracke aus, weil er sich (kein Scheiss!) beim Essen eines Koteletts einen Zahn verletzte!!! Die SpVg ging also doch auf dem Zahnfleisch nach Hunswinkel. Wie sich herausstellte, wurde der Iseringhauser Defensive mit diesem Ausfall auch der Zahn gezogen. Da Klaus Viedenz nach vorne beordert wurde, fiel die komplette, unüberwindbare Dreierkette aus, sodass sich das Trio Zimmer, Drüeke, Eike Engels (!) hinten wiederfand. 

 

Das Spiel begann mit feinem Aufbauspiel, das allerdings zu keinen klaren Torchancen führte. Klaus Viedenz versuchte es einmal aus der Distanz und Simon Clemens erzielte ein feines Fieldgoal, aber ansonsten war das alles ziemlich harmlos. Der Unparteiische entschied sich schließlich dafür, etwas Action ins Spiel zu bringen: Nabil Khalfi nahm einen Ball mit der Brust mit- plötzlich ein Pfiff: „Klares Handspiel!“ Klar, dass dieser Witzfreistoss dann auch noch zum 1:0 für die Gastgeber führte. Auch ansonsten sorgte der zwölfte Mann für eifriges Kopfschütteln auf beiden Seiten: Meckern wurde überhart geahndet, aber Foulspiele jeder Couleur wurden pfleglich übersehen. 

 

Im zweiten Durchgang wurde dieser Grottenkick auch nicht besser, ganz im Gegenteil: die Gastgeber kamen durch einen Konter auch noch zum 2:0, bevor der Schiri dann erneut im Mittelpunkt stand: Marcel Stracke wurde geschlagen und beleidigt, schlug die Hand des Gegners weg- und sah dafür knallrot! Eine schlimmere Fehlentscheidung als damals von Bundesjogi, als er Leroy Sane nicht mit zur WM nahm. Aber gut, der zwölfte Mann passte sich dem Niveau des Spiels perfekt an. Es blieb schlussendlich beim 2:0 für die Gastgeber, das die SpVg durch einen ganz schwachen Auftritt ermöglichte. Ein Tag zum Vergessen für alle Beteiligten.

 

SpVg: Pikowski- Eike Engels, Drüeke, Zimmer- Erik Engels, Khalfi- Viedenz (Crico), Scheele (Bieker), Sebastian Stracke- Simon Clemens, Kolodziej (Marcel Stracke).

FC Inter Olpe - SpVg Iseringhausen 0:7

 

Halleluja! Sebastian Pikowski ist zurück! Nachdem die wandelnde Risikolebensversicherung der SpVg in der letzten Partie passen musste, die man dann auch prompt verlor, konnte er nun pünktlich zum zweiten Winteranbruch endlich wieder zwischen den Pfosten stehen. Dennoch musste man auf andere wichtige Akteure verzichten, zuerst ist in diesem Zusammenhang Thomas Hoffmann zu nennen. Leider konnte unser Edelfan, der am Abend zuvor noch beim famosen Jahreskonzert des Iseringhauser Musikzuges zusammen mit Johanna Reissner und Tabea Hupertz als Solist am Waldhorn geglänzt hatte, diese Auswärtstour nicht mitmachen. Ebenfalls nicht dabei war Johanna Reissners Bruder Julius (in Fachkreisen besser bekannt als Justus), der neben dem anstrengenden Konzert und einer Knöchelverletzung auch noch seine gerade absolvierte Abi-Mottowoche verkraften musste - verständlich, dass der Knaller gegen Inter Olpe für ihn zu früh kam. Der dritte Musiker im Bunde, Tabea Hupertz‘ Schwager Marcel Stracke, schaffte hingegen den Sprung in die Startelf, obwohl er laut Instagram noch um zehn vor vier auf der Tanzfläche des Feuerwehrhauses wütete und dabei EINEN Damenschuh trug (ob sich dieser Trend durchsetzen wird?)- ganz im Gegensatz zum extra für das MZI-Konzert aus Münster angereisten Daniel „Pepe“ Feldmann, der sich diesen Knaller vom Rand aus ansehen musste und dabei immer noch wegen des Kölschen Medleys Tränen in den Augen hatte. Kilian Stahl hingegen schaffte es trotz seiner beim Dienstagstraining erlittenen Kriegsverletzung zumindest auf die Bank, auf der es reichlich eng wurde, denn Coach Keseberg reiste mit einem satten 15 Mann-Kader zum FC Inter, inklusive Geschäftsführer Eike Engels, der nach wochenlanger Verletzungspause endlich wieder die Chance auf seinen nächsten Pflichtspieleinsatz bekam. Lasagnebomber Tino Crico musste leider wegen einer Mittelohrentzündung passen.

 

Zum Gegner und der Örtlichkeit muss man dem altgedienten Iseringhauser Schlachtenbummler nicht viel erklären: wenn es in der Gästekabine auf diesem Sportplatz ganz still ist, hört man immer noch das Schreckgespenst vom verpassten Aufstieg 2012 mit den Ketten rasseln. Für die, die nicht dabei waren, hier ein paar Schlagworte: 2:0, Marius Hillekes Knie, 2:2, aus die Maus, Bonjour Tristesse! Seit diesem traumatischen Ereignis in der Vereinsgeschichte hat man sich auswärts beim FC Inter aber eigentlich meist gut geschlagen, sodass man durchaus optimistisch anreiste, umso mehr, als den Gastgebern in der Winterpause mehr Spieler wegbrachen als Schalke 04 nach Felix Magaths Amtszeit loswerden musste. Es galt, für den blamablen Auftritt im letzten Heimspiel Wiedergutmachung zu leisten, und dafür kam das stets rassige Duell gegen Inter Olpe gerade recht. 

 

Die Devise lautete: Kommando Knallgas! Stracke, Scheele, Simon Clemens: Thomas Keseberg bot in Abwesenheit von Knipser Steffen Bieker (Urlaub) alles auf, das irgendwann einmal Torgefahr ausgestrahlt hatte- nur Minikicker-Torschützenkönig Domi Kolodziej musste es sich bei den winterlichen Temperaturen, die sich pünktlich zur neuen Game of Thrones-Staffel breitmachten, zunächst auf der Bank bequem machen. Der aktuelle Lord von Winterfell, Robin Bröcher, fand sich ebenfalls auf der Bank ein. Klaus Viedenz bildete einmal mehr mit Maximilian Stracke und Sebastian Reuber die kompakte Dreierkette hinter Kapitän Erik Engels und Nabil Khalfi, der es aus der Krabbelgruppe in die Startelf schaffte. Auf der Zehn durfte Leon Stahl beginnen.

 

Das Spiel begann für die Gastgeber denkbar ungünstig, da sich gleich zwei ihrer Akteure früh verletzten. Zur Freude von Trainer Keseberg legte seine Truppe das Mittel „langer Ball“, das in der letzten Woche inflationär gebraucht wurde, erstmal ad acta und kombinierte fein hinten heraus. Dabei erspielte man sich eine Vielzahl von Halbchancen, die allerdings nicht konsequent zu Ende gespielt wurden. Hinten stand man sicher; Keeper Pikowski musste sich während der ganzen Partie nicht die Handschuhe schmutzig machen. Schließlich kam die SpVg zur verdienten Führung: Klaus Viedenz legte nach feinem Doppelpass mit Marcel Stracke quer und bediente Jonas Scheele, der eiskalt einschob und seine seit drei Partien andauernde Torflaute beendete. Damit war der Bann gebrochen. Simon Clemens holterdiepolterte wenig später die Pille aus zwanzig Zentimetern zum 2:0 über die Linie. Beim 3:0 erhielt er dann tatkräftige Unterstützung von einem Olper Verteidiger, der seine Flanke mustergültig ins eigene Tor bugsierte. Damit war die Vorentscheidung schon vor dem Pausentee gefallen. 

 

Nach der Halbzeit stellte Trainer Keseberg auf eine Viererkette um und beorderte Leon Stahl nach links hinten, von wo er kurz nach Wiederanpfiff schön abzog und das Leder genau neben dem langen Pfosten platzierte: 4:0. Jetzt nutzte Thomas Keseberg die Gelegenheit, ordentlich durchzuwechseln und brachte Eike Engels, Kilian Stahl und Dominik Kolodziej. Zwei der Joker stachen auch sofort: Ecke Engels, Direktabnahme Kolodziej, Tor. Kilian Stahl hatte ebenfalls eine hervorragende Gelegenheit: Nabil Khalfi steckte fein auf ihn durch, aber er scheiterte am gegnerischen Keeper. Langnesebomber Scheele machte es besser, traf noch zweimal und schraubte das Ergebnis weiter nach oben. 

 

Dann kam Maximilian Stracke zurück ins Spiel - als Stürmer! Und er hatte auch prompt eine glänzende Gelegenheit, sein erstes Pflichtspieltor zu erzielen, als er steil geschickt wurde und frei auf den Olper Kasten zulief. Rings um das Grün hielten alle Zuschauer den Atem an, aber dann wurde der Würger von der Größe des Augenblicks überwältigt und begann, in Zeitlupe zu laufen, sodass er doch noch eingeholt wurde. Das sollte nicht die einzige gute Gelegenheit bleiben, die man in den letzten Minuten teils kläglich versiebte, sodass es letztlich nach neunzig ausgesprochen fairen Minuten beim 7:0 blieb. Kompliment an dieser Stelle an den Gegner, der trotz langer Unterzahl engagiert dagegenhielt und dabei sportlich fair blieb. 

 

Durch diesen vierten Auswärtssieg in Folge sitzt man Rüblinghausen II im Kampf um Platz drei weiter im Nacken und hat die vom Trainer geforderte Wiedergutmachung für die schwache Vorstellung aus der Vorwoche geleistet, sodass die SpVg gut gelaunt in die Osterferien gegen kann.

 

SpVg: Pikowski- Maximilian Stracke (Eike Engels), Reuber, Viedenz- Erik Engels, Khalfi- Marcel Stracke (Kilian Stahl), Leon Stahl (Maximilian Stracke), Sebastian Stracke- Simon Clemens (Kolodziej), Scheele.

SpVg Iseringhausen- Sportfreunde Möllmicke II 3:4

 

Meine Damen und Herren, das Schlimmste ist eingetreten: Sebastian Pikowski konnte nicht  spielen! Sämtliche Horrorszenarien, die in der Iseringhauser Fanszene kursierten, nachdem der Troja-Kraken das Donnerstagstraining abbrechen musste, traten ein: Lockenkönig Bastian Hesse musste reaktiviert werden! Pikowskis Verletzung erwies sich als zu hartnäckig, sodass man auf den wandelnden Wahnsinn aus Heid zurückgreifen musste (damit ist diesmal nicht der Trainer gemeint!). Abgesehen davon lichtet sich das Lazarett zunehmend: Steffen Bieker und Eike Engels konnten das Krankenbett verlassen und schafften es wieder in den Kader, genauso wie Thomas Keseberg himself. Satte siebzehn Mann konnte Betreuer Jonas Viedenz auf dem Spielberichtsbogen eintragen, obwohl nur mickrige zehn beim letzten Training waren- aber gut, es war ja auch „Schichtwoche“. Maximilian Stracke und Hendrik Siewer reisten direkt vom Feuerwehr-Lehrgang aus Münster an, um beim Deutschen Klassiker der Kreisliga C2 mitwirken zu können- Siewer musste aber prompt wieder zu einem Feuerwehreinsatz, um das Gelernte anzuwenden. 

 

Im Hinspiel lieferte man auf des Gegners Platz eine grausige Leistung ab, konnte aber dennoch drei Punkte aus Möllmicke entführen, die auch an diesem Sonntag das klare Ziel waren: ein Heimsieg, um den Druck auf die Zweitvertretung aus Rüblinghausen hochzuhalten und die persilweisse Weste im Kalenderjahr 2019 zu behalten, damit man zur Punkteausbeute aus den vier Spielen nach der Winterpause sagen konnte: Iseringhausen, twelve points! Die äußeren Bedingungen hätten besser nicht sein können, denn an der Vogelstange herrschte strahlender Sonnenschein: bestes Fussballwetter also, um den nächsten Heimsieg einzutüten.

 

Im Tor stand, wie bereits erwähnt,  

der bestens aufgelegte Bastian Hesse, davor entschied sich Trainer Keseberg für eine Viererkette mit Lord Bröcher und der einbruchsicheren wandelnden Hauswand Sebastian Reuber im Zentrum. Außen verteidigten Klaus Viedenz und Maximilian Stracke, die Flügelflitzer hießen an diesem Sonntag Marcel Stracke und Tino Crico. Bomber Scheele schaffte wieder den Sprung in die Startelf, die Mitte durften Steffen Bieker, Nabil Khalfi und Erik Engels beackern.

 

Die Partie begann äußerst verheißungsvoll, so kam man durch Klaus Viedenz und zweimal Tino Crico zu guten Torgelegenheiten, die man allerdings äußerst kläglich versiebte. In der Folge entwickelte sich einmal mehr ein absoluter Grottenkick nach dem Motto: langer Ball kommt nicht an - Balleroberung - nächster langer Ball, der wieder nicht ankommt. Für die wieder einmal zahlreich erschienenen Zuschauer durchaus kein Zuckerschlecken, und es kam noch schlimmer: Möllmicke schlug einen langen Ball, der tatsächlich ankam und der Möllmicker Stürmer schoss das Tor seines Lebens und hob den Ball gekonnt über den chancenlosen Bastian Hesse hinweg ins lange Eck. Wenig später verhinderte Hesse gekonnt einen höheren Rückstand. Mit 0:1 ging es dann auch in die Pause, in der Trainer Keseberg Basti Stracke und Domi Kolodziej ins Geschehen warf. 

 

Es entwickelte sich nun ein Schlagabtausch mit offenem Visier und Toren in Höhe und Fülle: zunächst gelang Tino Crico nach einem feinen Bröcher-Freistoß der Ausgleich, der allerdings nicht lange Bestand haben sollte- nur drei Minuten, um genau zu sein. Man lud die Möllmicker durch schlechtes Verteidigen ebenso herzlich ein wie bei den anderen Treffern. Ein Glück, dass Domi Kolodziej flugs in Klaus Fischer-Manier per Fallrückzieher ausgleichen konnte. Sein sehenswertes Tor ebnete den Weg für fünf halbwegs erträgliche Minuten, an deren Ende Basti Stracke im Sechzehner zu Fall kam. Es passte zu dieser Gurkenleistung, dass Steffen Bieker den fälligen Elfer heftiger versiebte als ein vom Pech verfolgter Goldsucher in Alaska. Tino Crico war allerdings erneut zur Stelle und versenkte den Abpraller gekonnt, was eigentlich für Ruhe im Karton hätte sorgen sollen- aber nein. Stattdessen brachte man die Gäste durch einen unnötigen Elfmeter zurück in die Partie und setzte noch einen obendrauf - quasi das Sahnehäubchen auf den Gurkensalat, den man an diesem Sonntag ablieferte. 3:4 sollte dann auch der Endstand sein, und der war hochverdient, denn obwohl sich auch die Gäste nicht mit Ruhm bekleckerten, spielten sie nicht so kläglich wie die SpVg, die sich die Niederlage durch fehlende Absprachen, Vorbeisäbeln an Bällen und allgemein fehlendes Fußballspielen redlich verdiente. An diesem Sonntag kam wirklich einfach alles zusammen.

 

SpVg: Hesse- Maximilian Stracke, Reuber, Bröcher (Scheele), Viedenz- Erik Engels (Bröcher), Khalfi- Marcel Stracke (Basti Stracke), Bieker, Crico- Scheele (Kolodziej).

FC Attendorn-Schwalbenohl-SpVg Iseringhausen 0:2

 

An diesem Sonntag reiste die beste Sportmannschaft des südlichen Drolshagener Stadtgebietes zum alljährlichen Knallerspiel nach Schwalbenohl. Eine Auswärtsreise, bei der man in den letzten Jahren mit Rudelbildungen, Flaschenwürfen und wüsten Schimpfereien konfrontiert wurde, Zuschauer von Bällen ausgeknockt wurden und Trainer als Kinderhasser beschuldigt wurden- für reichlich Zündstoff war also schon vor dem Anpfiff gesorgt. Verzichten musste man bis zur 37. Minute auf Langnesebomber Scheele (Shoppingtrip ins Designer-Outlet Roermond), dafür war Lasagnebomber Tino Crico dabei, genau wie Lord Bröcher (Frühlingsfeldzug beendet). Colossus Reuber stellte sich in den Dienst der Mannschaft und schleppte sich trotz eines anstrengenden Wochenend-Kulturtrips nach Willingen ins Abwehrzentrum, um wenigstens einmal in seiner Karriere gemeinsam mit dem lebenden Stück Iseringhauser Fussballgeschichte, Paul Thauberger, auflaufen zu können. An dieser Stelle vielen Dank dafür, dass sich der Ü32-Fußballgott bereit erklärte, im Sturm auszuhelfen. Ebenso großer Dank gilt Aggressive Leader Andy Hoffmann, der seinen Ruhestand ebenfalls unterbrach, um bei diesem Knaller zumindest auf der Bank mitwirken zu dürfen. Freistossgott Julian Zimmer und der Spieler des Jahres 2017 Marcel Stracke saßen ebenfalls zunächst auf der Bank, während Eike Engels, Simon Clemens und Patrick Willmes weiterhin im Lazarett weilten. Zu ihnen gesellte sich Vizekapitän Steffen Bieker, der sich beim Sieg gegen Ex-Tabellenführer Olpe verletzte. Ebenfalls verzichten musste man auf den Heiderhofer Abwehrschlaks Daniel Feldmann, da der Effzeh parallel spielte, und auf beide Stahl-Brüder (wichtige Termine). Jan Drüeke schaffte es zumindest wieder auf die Bank.

Die SpVg fuhr also fast mit der letzten Legion nach Attendorn, um den dritten Auswärtssieg in Serie einzutüten. Begleitet wurde die Mannschaft dabei einmal mehr von zahlreichen treuen Schlachtenbummlern, unter denen sich nach dem Erfolg gegen Olpe auch der ein oder andere „Erfolgsfan“ befand. Trotz der dünnen Personaldecke konnte man auf den Außenpositionen endlich wieder mit hoher individueller Klasse aufwarten und lief erstmals in dieser Saison mit der altbewährten Offiziersflügelzange Basti Stracke und Klaus Viedenz auf, womit die Marschrichtung klar war: ordentlich Dampf über die Flügel und dann rechts, beziehungsweise links um und zum Tor, wo Minikicker-Torschützenkönig Domi Kolodziej lauerte. Schlüsselspieler und Geburtstagskind Maximilian Stracke komplettierte hinten mit Bröcher und Reuber die Dreierkette, im Zentrum setzte man mit Erik Engels und Co-Trainer Nabil Khalfi erneut auf Zweikampfstärke und ganz hinten im Kasten stand selbstverständlich wieder Sebastian Pikowski nach seiner zweiten Berufung in die FuPa-Elf der Woche.

 

Nun zum Spielverlauf: langweilig! Keine Chancen, kein Spielfluss, keine Rudelbildungen, stattdessen viele Nickligkeiten und Ungenauigkeiten auf beiden Seiten. Ein Hochgenuss war dieses Spiel ganz und gar nicht. Bis zum Halbzeitpfiff kam man nur zu drei oder vier Halbchancen, bei denen allerdings der letzte Pass nicht ankam, stand aber zumindest hinten relativ stabil und ließ nichts zu. Auch der Systemwechsel zur Viererkette brachte keine Besserung, der einzige nennenswerte Höhepunkt war die Benni-Stracke-Gedächtnis-gelbe Karte, die Jan Drüeke auf der Ersatzbank fürs Motzen erhielt. 

 

Und dann, als niemand mehr wirklich damit rechnete, fiel doch noch das erlösende 1:0 dank tatkräftiger Mithilfe der Schwalbenohler Hintermannschaft, die einen harmlosen langen Ball durchrutschen ließ- und Paul Thauberger bewies dann, das ihm sein Torinstinkt auch in der Sportrente nicht abhanden gekommen ist und verlud den gegnerischen Keeper gekonnt. 

 

Wurde das Spiel dadurch besser? Sicher nicht. Allerdings spielte man die Führung couragiert herunter und stand hinten sicher, bis Tino Crico sich in der 82. Minute ein Herz fasste und einfach mal aus der Distanz draufhielt- zugegeben, sein Hammer war ziemlich zentral, aber der Attendorner Keeper machte den Casteels und ließ ihn unglücklich passieren. Ein Tor, das Sebastian Clemens nicht schöner hätte machen können! Damit war der Drops dann auch endgültig gelutscht: Keeper Pikowski konnte zu seiner Freude erstmals in diesem Kalenderjahr seinem Kasten sauber halten, und obwohl dieses Spiel eigentlich nur ein 0:0 verdient hatte, nimmt man den dritten Auswärtssieg in Folge natürlich gerne mit. Am nächsten Sonntag empfängt man die Zweitvertretung aus Möllmicke an der heimischen Vogelstange - hoffentlich wieder vor einer so tollen Kulisse wie beim letzten Heimspiel!

 

SpVg: Pikowski- Maximilian Stracke, Reuber (Zimmer), Bröcher- Khalfi, Engels (Kolodziej)- Viedenz, Thauberger, Sebastian Stracke (Marcel Stracke)- Kolodziej (Scheele), Crico.

 

SpVg Iseringhausen-SpVg Olpe II 2:1

 

Bei frostigen Temperaturen stand das erste Heimspiel nach der Winterpause an, bei dem es zum Aufeinandertreffen der einzigen beiden SpVgs des Kreises kam, denn die Zweitvertretung aus Olpe war an der Vogelstange zu Gast. Der souveräne Spitzenreiter, der das Heimspiel auf dem Kreuzberg mit 5:0 für sich gestalten konnte, reiste als haushoher Favorit an. Die Olper stellten vor diesem Spiel mit einem Torverhältnis von 68:15 sowohl die beste Offensive als auch die beste Defensive der Liga, sodass alle genau wussten, dass die Gastgeber einen ganz schweren Brocken vor der Brust hatten. Verzichten musste man weiterhin auf die Leistungsträger Simon Clemens, Patrick Willmes und Jan Drüeke (verletzt) und Robin Bröcher (Urlaub). Glücklicherweise stand jedoch Domi Kolodziej wieder im Kader, nachdem er die Klausurphase hinter sich gebracht hatte.

 

Trainer Keseberg ließ ordentlich Beton anrühren und beorderte dafür Colossus Reuber und Pepe Feldmann in die Innenverteidigung. Die Außen-Betonmischer waren Leon Stahl (!) und „Würger“ Maximilian Stracke, davor sollten Steffen Bieker, Nabil Khalfi und Erik Engels die Mitte dicht machen. Hattrick-Domi Kolodziej schaffte den Sprung vom Hörsaal in die Sturmspitze und wurde von Don Crico und Klaus Viedenz flankiert. 

 

Vor einer äußerst ansehnlichen Kulisse (sogar Vereinslegende Bruno Willmes gab sich die Ehre) igelte man sich von Beginn an engagiert hinten ein und bestach durch Zweikampfstärke und gutes Verschieben, das den Favoriten zur Weißglut brachte. Das Spiel verlief überwiegend im Mittelfeld und war von vielen Nickligkeiten geprägt, die für beste Stimmung am Seitenrand sorgten. Chancen waren Mangelware, da Sebastian Pikowski zahlreiche lange Bälle der Gäste aus der Luft pflückte. So ging es bis zum Pausentee, aber danach verlor der Spitzenreiter zunehmend die Geduld und versuchte es mit langen Diagonalbällen, die die Olper auch nicht weiter brachten. Dann schlug die Iseringhauser Offensive ungewohnt eiskalt zu: zunächst stocherte Kapitän Erik Engels einen Freistoß zur Führung über die Linie (66.) und dann sorgte Klaus Viedenz drei Minuten später für das 2:0. Sebastian Reuber wollte da nicht nachstehen und sorgte mit einem gefühlvollen Heber in der 77. Minute für den Anschlusstreffer der Gäste, die danach wütend auf Sebastian Pikowskis Kasten anrannten, aber ein ums andere mal am Troja-Kraken scheiterten. Da auch die Gastgeber ihre guten Konterchancen nicht nutzen konnten, blieb es letztlich beim 2:1, das nach dem Abpfiff ausgiebig bejubelt wurde. 

 

Durch den Sieg entthronte man den Spitzenreiter, sackte vom neuen Tabellenführer aus Bleche eine Kiste Pils als Prämie ein und zog bis auf zwei Punkte an die Zweitvertretung aus Rüblinghausen heran. Somit liegt man voll im Soll und ist auf bestem Wege, die Vorgabe des Sportlichen Leiters Benjamin Stracke, Platz 3, zu erreichen. 

 

Iseringhausen: Pikowki- Maximilian Stracke, Reuber, Feldmann, Leon Stahl- Bieker (45. Scheele/82. Kilian Stahl), Erik Engels, Khalfi- Crico, Viedenz-Kolodziej (64. Marcel Stracke).

 

 

SpVg Iseringhausen - SV Rothemühle II 3:2

 

Endlich geht’s wieder los: die schlimme, anstrengende, von Keksen und Glühwein geprägte Weihnachtszeit ist vorbei und der Ball rollt wieder! 

Nach einer ewig langen Winterpause griff auch die SpVg an diesem Wochenende wieder ins Kreisliga-Geschehen ein, doch musste man dabei auf Laufwunder Andy Hoffmann verzichten, der leider am Ende der Hinrunde seine Karriere beendet hat und sich nun ausschließlich seiner Laufbahn in der Ü32 widmet. An dieser Stelle nochmal vielen Dank für deinen Einsatz und eine ruhige Sportrente! Gleich vier neue Spieler stießen zur Mannschaft und versuchen nun, diesen Verlust auszugleichen. Robin Bröcher und Eike Engels konnten beide nach langer Verletzungspause das Lazarett verlassen, Tino Crico erklärte sich wieder bereit, die Schuhe für den Verein zu schnüren und Kugelblitz Julius Reissner kam aus der eigenen Jugend hinzu. 

 

Die Vorbereitung verlief eher mittelprächtig, besonders ärgerlich war das abschließende Testspiel-Getrete in Wildbergerhütte, bei dem sich mit Patrick Willmes der Spiritus Rector des Iseringhauser Offensivspiels verletzte. Da auch die Torgefahr in Person, Jan Drüeke, verletzt aus der Vorbereitung kam, war es umso wichtiger, dass Kapitän Erik Engels sich wieder fit meldete. Doch damit nicht genug: nach einer halben Ewigkeit im Ausland meldete sich auch der erste portugiesischsprachige Heiderhofer aller Zeiten, Daniel Feldmann, zumindest für kurze Zeit zurück, sodass Coach Keseberg zum Rückrundenauftakt theoretisch aus dem Vollen schöpfen konnte. Allein Mini-Kicker Torschützenkönig Domi Kolodziej stand nicht zur Verfügung (Lernen). Diese Luxusprobleme lösten sich allerdings in der letzten Vorbereitungswoche in Wohlgefallen auf: so musste man dann doch auf Robin Bröcher (Urlaub), Daniel Feldmann (Stadionbesuch) und Marcel Stracke (Musik) verzichten, wodurch sich die erste Elf letztlich fast von alleine aufstellte. Zur allgemeinen Freude fiel dann aber der Knaller Duisburg-Köln aus, sodass der Heiderhofer Turm doch zur Verfügung stand.

 

Man fuhr als klarer Favorit nach Rothemühle, denn schließlich hatte man das Hinspiel vor heimischem Publikum durch eine starke zweite Hälfte souverän mit 5:2 gewonnen. So war das Ziel ganz klar: einen Auswärtssieg einfahren und damit Inter Olpe den vierten Platz wieder abluchsen! Unterstützt wurde die Mannschaft hierbei wieder von zahlreichen Schlachtenbummlern aus dem Grund.

 

Man begann äußerst engagiert und ging durch feines Spiel in die Tiefe schon nach fünfzehn Minuten in Führung. Nach feinem Zuspiel von Major Basti Stracke erzielte Bomber Jonas Scheele das 1:0. Ganz Rothemühle reklamierte lautstark Abseits, aber der VAR in Köln schaltete sich nicht ein. Schon kurz darauf erhöhte Steffen Bieker auf 2:0, was zu einer äußerst komfortablen Ausgangslage führte. Diese sorgte allerdings nicht für Ruhe im Iseringhauser Spiel, ganz im Gegenteil. Das Spiel war von da an unansehnlicher als englische Touristen am Ballermann. Ballverluste und Nickligkeiten hüben wie drüben prägten das Geschehen, das zu einem richtigen Grottenkick ausartete, sodass sich Vereinslegende Bastian Hesse an der Seitenlinie fast sein Haartuch über die Augen gezogen hätte. Torchancen waren Mangelware, allein Steffen Bieker tauchte noch mal gefährlich vor dem Rothemühler Gehäuse auf. 

 

Nach dem Pausentee ging es genauso weiter, obwohl mit Eike Engels und Simon Clemens frischer Wind von der Bank kam. Bomber Scheele erlöste schließlich die zahlreich mitgereisten Gästefans mit dem vermeintlich vorentscheidenden 3:0. Der Langnesemann zielte einmal mehr genauer als Lucky Luke gegen alle vier Dalton-Brüder. Damit war diese Partie eigentlich entschieden, aber man brachte die Gastgeber durch haarsträubende Fehler nochmal zurück ins Spiel und kassierte in den letzten drei Minuten noch zwei Treffer, sodass statt einem souveränen Auswärtssieg nur ein knapper zu Buche stand. Aber letztlich sackte man dann doch die drei Punkte ein, wodurch man den vierten Platz festigen konnte. Alles in allem war es eine schwache Leistung beim Start in die Rückrunde und ein glücklicher Sieg, aber beim Heimspiel gegen den Spitzenreiter am nächsten Sonntag muss man definitiv ganz anders auftreten, wenn man zählbares mitnehmen will.

 

Iseringhausen: Pikowski- Maximilian Stracke, Reuber, Feldmann- Leon Stahl (45. Eike Engels), Erik Engels- Viedenz, Crico, Sebastian Stracke (75. Kilian Stahl)- Bieker, Scheele (45. Simon Clemens).

 

 

VfR Rüblinghausen II- SpVg Iseringhausen 2:3

 

Bei der größten Wasserschlacht seit Deutschland-Polen 74 entführte die SpVg dank einer engagierten Defensivleistung drei Punkte vom Birkendrust. Schon vor dem Anpfiff musste man das Auseinanderbrechen der unüberwindbaren Dreierkette verkraften: Hightower Reuber und Schlüsselspieler Maximilian Stracke fielen verletzt aus, sodass sich Klaus Viedenz als letzter Mohikaner wiederfand. Jan Drüeke und Andy Hoffmann in seinem (voraussichtlich) letzten Spiel rückten dafür in die Kette. Davor konnte Major Basti Stracke sein Startelf-Comeback feiern. Spielmacher Patrick Willmes kehrte zurück an seine alte Wirkungsstätte. Noch eine kurze Bemerkung zum Wetter: es war einfach absolut widerlich. Der Regen, der den Akteuren während dieser 90 Minuten ins Gesicht peitschte, entsprach in etwa der Füllmenge des Biggesees.

 

Anders als im Hinspiel, als man die Rüblinghauser phasenweise an die Wand spielte, igelte man sich diesmal konsequent hinten ein und setzte nur Nadelstiche nach vorne, war dabei allerdings wesentlich gefährlicher als die Gastgeber. Nach zehn Minuten luchste Jonas Scheele seinem Gegenspieler den Ball ab, verlor dann aber allein vor dem Keeper untypischerweise die Nerven und drosch die Pille übers Tor. Wenig später war es dann aber soweit: eine scharfe Ecke von Basti Stracke nickte Jan Drüeke aus kurzer Distanz zu seinem sechsten Saisontor ein. Damit stellte er einen persönlichen Rekord auf und überbot die fünf Treffer von 2010/11. Das Spiel wurde nun zunehmend von kleinen Nickligkeiten geprägt, bei denen sich mehrere Spieler den gelben Karton abholten. Rüblinghausen kam besser ins Spiel ohne allerdings zu klaren Torchancen zu kommen- stattdessen fiel der Treffer aber auf der anderen Seite. Einen fein gespielten Konter vollendete Bomber Scheele nach Zuspiel von Patrick Willmes zur 2:0-Pausenführung. Vizekapitän Steffen Bieker überzeugte den Unparteiischen erfolgreich davon, ihn als Torschützen einzutragen. 

 

Nach dem Pausentee übernahmen die Gastgeber endgültig das Heft des Handelns und erspielten sich eine Vielzahl guter Chancen, die Keeper Pikowski aber souverän vereitelte,  bis es dann schlussendlich doch noch rappelte: man griff einen gegnerischen Stürmer nicht entschlossen an, der trocken ins lange Eck vollstreckte. Anders als in der letzten Woche steckte man den Anschlusstreffer aber exzellent weg: direkt nach dem

Anstoß drosch Jan Drüeke die Kugel wieder nach vorne, wo Jonas Scheele zunächst noch am Gästekeeper scheiterte. Patrick Willmes stand aber genau da, wo ein A-Liga-erfahrener Zehner stehen muss und staubte trocken zum 3:1 ab. Damit war der Drops im Wesentlichen auch gelutscht, aber  bis der zweite Auswärtssieg unter Dach und Fach war, musste man noch ordentlich zittern. Mit ein Grund war, dass Kilian Stahl sich zuerst gelb für ein taktisches Foul holte und wenig später dann auch noch die zweite Gelbe für Ballwegschlagen kassierte: Gelb+Gelb= Gelb-Rot. So musste man sich zu zehnt gegen die Rüblinghauser Angriffswelle stemmen und brachte die knappe Führung schließlich über die Zeit. 

 

Unterm Strich war es ein glücklicher Sieg, aber da man im Hinspiel unglücklich vor eigenem Publikum verlor, geht das so in Ordnung. Man kann dank dieses Erfolgs auf dem vierten Rang überwintern, womit nach der sieglosen Vorbereitung sicher niemand gerechnet hätte. Alles in allem hat man trotz vieler Verletzungen eine bärenstarke Hinrunde gespielt, sodass man in aller Ruhe die Feiertage genießen kann, bevor es dann im nächsten Jahr weitergeht.

 

SpVg: Pikowski- Marcel Stracke (Kilian Stahl), Hoffmann, Drüeke, Viedenz, Sebastian Stracke- Engels (Simon Clemens), Leon Stahl, Willmes- Scheele, Bieker.

 

 

SpVg Iseringhausen- SC Bleche-Germinghausen 2:5

 

Das letzte Heimspiel des Jahres hätte man sich nicht besser malen können: Bleche gegen Iseringhausen. Ein Spiel, das schon lange vor dem Anpfiff für zahlreiche Schlagzeilen sorgte: Spitzenspiel. Derby. Ralf Dechers Rückkehr. Ein seit Jahren von beiden Seiten mit maximaler Intensität geführter Klassiker, den echte Kenner sogar dem Skandalduell Boca Juniors-River Plate vorziehen. Ein Duell, giftiger als jede Riesenschlange, bei dem die Akteure schon Wochen zuvor an ihren Arbeitsplätzen mit verbalen Giftpfeilen aus dem gegnerischen Lager konfrontiert werden. In keinem anderen Kreisligaknaller ist die Schwelle zwischen Helden und Deppen so schmal. Schon das Hinspiel (3:3) war ein echter Leckerbissen, aber nun kam auch noch die Tabellensituation dazu: Beide mit dem exakt gleichen Torverhältnis, aber Bleche mit sechs Punkten Vorsprung auf dem Relegationsplatz 2, sodass man mit einem Sieg in Schlagdistanz kommen konnte. Trotz der frostigen Temperaturen konnte man also völlig zurecht ein hitziges Spiel erwarten.

 

Man hatte satte vier Trainingseinheiten und eine Weihnachtsfeier Zeit, sich auf diesen Knaller vorzubereiten, und das zahlte sich aus:

Genau rechtzeitig zum Derby wurden Schlüsselspieler Maximilan Stracke und die wandelnde Schrankwand Sebastian Reuber wieder fit, sodass die unüberwindbare Dreierkette in Bestbesetzung auflaufen konnte. Kurze Überlegungen, den portugiesischen Nachwuchs-Pepe Daniel Feldmann aus Lissabon einfliegen zu lassen, erübrigten sich somit. Vorne konnte man auf Bomber Jonas Scheele und den nicht minder gefährlichen Domi Kolodziej bauen, auf den Außen musste man dafür leider auf Marcel Stracke (Trip nach Aachen) verzichten. Die SpVg lief in galaktischem Persilweiss auf.

 

An der Seitenlinie Gästecoach Ralf Decher (sichtlich erleichtert, dass Sebastian Clemens nicht auflaufen konnte), der während des Dräulzer Gipfeltreffens mehrmals kurz davor war, wieder zum Raucher zu werden, und Abstinenzler Thomas Keseberg. Mit Jürgen Willmes war ein weiterer Iseringhauser Ex-Trainer unter den Zuschauern, ebenso wie Supertalent Julius Reissner, der in der Rückrunde zur Mannschaft stoßen wird. Geleitet wurde die Partie von Sportkamerad Peter Axmann, das Catering übernahmen wie gewohnt Caro und Isa Stahl.

 

Die Blecher Offensive um Bomber Thieste fand gegen den Iseringhauser Defensiv-Dreiklang Stracke-Reuber-Viedenz in der ersten Hälfte absolut kein Mittel und biss sich ein ums andere Mal derart die Zähne aus, dass die Drolshagener Zahnärzte in den nächsten Tagen so einiges zu tun haben dürften. Offensiv kam man selbst nur zu wenigen Chancen, aber die beste davon konnte der Bleche-Schreck auf zwei kurzen Beinen, Hattrick-Domi Kolodziej, zum 1:0 verwerten. Topscorer Jonas Scheele hatte fein vorgelegt. Bis zur Pause gab es an der Leistung der Gastgeber nichts auszusetzen, aber leider besteht ein Fußballspiel ja aus zwei Häften- und die zweite verpennte man komplett. 

 

Bleche kam mit ordentlich Wut im Bauch aus der Kabine und erschreckend einfach zu zahlreichen Gelegenheiten, die die Gäste eiskalt ausnutzten und so mit 5:1 davonzogen. Eigene Chancen vergab man in Hülle und Fülle, bis man durch einen Bieker-Strafstoß zumindest das zweite Tor erzielen konnte. Jonas Scheele war von seinem Gegenspieler gefoult worden, der dafür die Ampelkarte sah. Es sollte nicht die letzte bleiben, denn Schiri Axmann zog jetzt schneller, als sein Schatten: gleich zwei Blecher wurden fürs Ballwegschlagen vom Platz gestellt. Am Ergebnis änderte das leider nichts mehr: 2:5 lautete der enttäuschende Endstand, ein Resultat, das aufgrund der zweiten Halbzeit durchaus verdient war. Im letzten Spiel vor der Winterpause gegen die Zweitvertretung aus Rüblinghausen muss man sich deutlich steigern, wenn man Zählbares vom Birkendrust mitnehmen will. 

 

SpVg: Pikowski- Bieker, Maximilian Stracke (Leon Stahl), Reuber, Viedenz, Kilian Stahl (Sebastian Stracke)- Engels, Drüeke, Willmes- Scheele, Kolodziej.

 

 

SpVg Iseringhausen-RSV Listertal 2:1

 

Bei frostigen Temperaturen an der heimischen Vogelstange behielt man gegen starke Gäste aus Listertal die Oberhand und sicherte sich drei wichtige Punkte. Major Basti Stracke war erstmals wieder mit von der Partie und auch Kilian Stahl meldete sich rechtzeitig aus dem Lazarett zurück. Auch Patrick Willmes kehrte gesund und voller Tatendurst vom Kölner Karneval zurück und fand sich sofort in der Startelf wieder. Die unüberwindbare Dreierkette musste auf die menschliche Mauer Sebastian Reuber verzichten, der sich diesen ewig jungen Klassiker vom Spielfeldrand aus ansehen musste. 

Die zahlreich erschienenen Zuschauer konnten schon nach 32 Sekunden das obligatorische frühe Gegentor bestaunen. Die gute Laune der Gäste sollte allerdings nicht lange anhalten, da man durch einen hübschen Heber von Bomber Jonas Scheele schon wenig später ausgleichen konnte. Mit zunehmender Spieldauer kontrollierte man Ball und Gegner und erarbeitete sich eine Fülle von Chancen. Letztlich musste ein Standard für die Führung sorgen: Patrick Willmes nickte am zweiten Pfosten eiskalt ein. In der Folge versuchten Jan Drüeke und Leon Stahl, das Tor des Jahres zu erzielen, aber ihre sehenswerten Distanzschüsse wurden entweder stark pariert oder zischten knapp am Winkel vorbei. 

 

Nach der Pause bot sich dann ein ganz anderes Bild: die Gäste waren nun eindeutig die bessere Mannschaft, scheiterten allerdings wieder und wieder am überragenden Sebastian Pikowski. So konnte man die Führung mit einer Menge Fortune über die Zeit retten, das letzte Hinrundenspiel für sich entscheiden und Tabellenplatz vier verteidigen.

 

SpVg: Pikowski- Marcel Stracke (Sebastian Stracke), Maximilian Stracke, Erik Engels, Viedenz, Khalfi (Kilian Stahl)- Drüeke, Leon Stahl - Willmes- Scheele (Simon Clemens), Bieker.

 

SG Hützemert-Schreibershof II-SpVg Iseringhausen 1:0

 

Im verregneten Schreibershof musste man nach sechs Spielen erstmals wieder eine Niederlage hinnehmen. Die Auflösung der unüberwindbaren Dreierkette hatte zur Folge, dass Keeper Pikowski nach drei Partien ohne Gegentor mal wieder hinter sich greifen musste, und da man vorne absolut harmlos war, kassierte man folgerichtig die zweite Auswärtsniederlage. Vermutlich lag es daran, dass Edelfan Thomas Hoffmann nicht da war, um sich diesen Grottenkick anzugucken. Chancen waren über die gesamte Spielzeit Mangelware, und wenn man mal durchkam, wurde man von den Gastgebern konsequent umgemäht. Aus der Vielzahl an Freistößen, die aus diesen Fouls resultierten, konnte man kein Kapital schlagen, und wenn die Fouls im Strafraum passierten, wurden klarste Elfmeter vom Schiri verweigert. Zur Leistung des Unparteiischen ist noch zu erwähnen, dass der Treffer der Gastgeber ausklarer Abseitsstellung fiel und Beleidigungen und Nachtreten nur mit gelb oder überhaupt nicht geahndet wurden - aber gut, an diesem Sonntag kam einfach alles zusammen. Wenn man in der nächsten Woche gegen den RSV Listertal Zählbares mitnehmen will, muss man definitiv anders auftreten.

 

Iseringhausen: Pikowski- Maximilian Stracke, Reuber, Viedenz, Zimmer (Leon Stahl)- Marcel Stracke (Engels), Bieker, Jan Drüeke, Khalfi- Scheele, Kolodziej (Simon Clemens).

 

 

SpVg Iseringhausen- SF Azadî Attendorn 4:0

 

Gestärkt vom Iseringhauser Schützenball am Vorabend fegte die SpVg die Gäste aus der Hansestadt nach einer bockstarken Leistung mit 4:0 vom heimischen Grün. Und das, obwohl man wieder auf mehrere Leistungsträger verzichten musste, die verletzt oder auf dem Weg in die Karibik waren. Zudem wurde der wieder fitte Leon Stahl von Trainer Keseberg schlichtweg vergessen und musste sich das Spiel von der Seitenlinie anschauen, zusammen mit den äußerst zahlreich erschienenen Zuschauern, die zweifellos vom neuen Banner am Deutschen Eck an die Vogelstange gelockt wurden. Unter anderem konnte man Ex-Spieler Torben Arns und Vereinslegende Werner Viedenz begrüßen. Zum Glück konnte Trainer Keseberg die allseits bekannte und gefürchtete Flügelzange Kilian Stahl und Marcel Stracke aufbieten, die die einmal mehr unüberwindbare Dreierkette emsig unterstützte.

Man begann extrem couragiert und erzielte bereits nach zwei Minuten die Führung. Jonas Scheeles Ecke, die anders als in der Vorwoche nicht im Toraus landete, nickte Jan Drüeke zu seinem fünften Saisontor über die Linie. Damit stellte er seine eigene Bestmarke aus der glorreichen Abstiegssaison 2010/11 bereits jetzt ein. Kurz darauf dann das Unfassbare: Simon Clemens verblüffte alle Anwesenden, einschließlich sich selbst, und erzielte tatsächlich sein erstes Seniorentor nach feinem Zuspiel von Topscorer Scheele.  Grund war vermutlich, dass er zuvor bei der Besprechung von Erfolgscoach Kesebergs Kaugummi getroffen wurde. Und damit nicht genug: noch vor dem Pausenpfiff erhöhte man durch ein Eigentor der Gäste auf 3:0. Hinten ließ man absolut nichts anbrennen, und vorne hatte man durch Steffen Bieker durchaus noch die Chance, das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben. 

 

In den zweiten 45 Minuten spielte man ähnlich überzeugend weiter, versiebte allerdings beste Chancen gleich reihenweise. Der grassierende Chancenwucher, der von den Herren Drüeke und Bieker Besitz ergriff, wurde allerdings glücklicherweise nicht bestraft, da Edeljoker Hattrick-Domi Kolodziej für den Endstand sorgte. Leider kam es kurz darauf noch zu einer hässlichen Rudelbildung, bei der ein Attendorner Spieler Knallrot sah. Hendrik Siewer steuerte einen netten beidhändigen Schubser bei. Wenig später pfiff Schiedsrichter Lemme das Spiel dann auch ab und damit ist die SpVg nun seit sieben Spielen ungeschlagen und seit drei Partien ohne Gegentreffer. Positiv zu erwähnen ist, dass ein Vertreter der Gäste sich noch für das Verhalten des Rotsünders ausdrücklich entschuldigte.

 

SpVg: Pikowski- Marcel Stracke (Zimmer), Maximilian Stracke, Reuber, Viedenz, Kilian Stahl (Kolodziej)- Willmes, Jan Drüeke- Bieker- Simon Clemens (Hoffmann), Scheele.

 

 

SV Heggen II-SpVg Iseringhausen 0:0

 

Bei arktischen Temperaturen und eiskaltem Ostwind musste die SpVg am Daspel antreten und wurde trotz der unangenehmen äußeren Bedingungen einmal mehr von zahlreichen Schlachtenbummlern aus der Heimat begleitet. An dieser Stelle mal ein großes Lob an unsere treuen Fans dafür. Belohnt wurde der Iseringhauser Anhang für seine Treue allerdings leider mit einem langweiligen, lahmen, lustlosen 0:0 wie es im Buche steht. 

Die SpVg musste wegen einer Kreuzfahrt auf Kapitän Erik Engels, Major Basti Stracke und Geschäftsführer Eike Engels verzichten. Somit fehlten gleich zwei Leistungsträger und zusätzlich noch die langzeitverletzten Patrick Oppen und Lord Bröcher, sowie Nabil Khalfi, Marcel Schäfer und Leon Stahl. Dessen Bruder Kilian stand nach überstandener Rotsperre erstmals wieder im Kader und durfte in der zweiten Hälfte sein Comeback feiern.

 

Das komplette Spiel lässt sich in einem einzigen Satz beschreiben: die Gastgeber rührten genug Beton an, um eine Brücke von Heggen bis Sydney zu bauen, und die SpVg fand neunzig Minuten lang kein Mittel, um durchzukommen. Folglich kam bis auf eine Hand voll Distanzschüsse und einen Lattentreffer von Jonas Scheele nichts zustande, was unter die Kategorie „Torchance“ zu fassen ist. Am Ende hatte man sogar noch ordentlich Glück, als die Heggener kurz vor Schluss ihre eigene Riesenchance ausließen. So musste man sich nach zuletzt vier Siegen in Serie mit einem Unentschieden zufrieden geben, das sich die Gastgeber durch ihre ordentliche Defensivleistung redlich verdienten. 

 

SpVg: Pikowski- Marcel Stracke, Maximilian Stracke (Kilian Stahl), Reuber, Viedenz, Simon Clemens (Sebastian Clemens)- Jan Drüeke, Willmes- Bieker- Hoffmann, Scheele (Kolodziej).

 

SpVg Iseringhausen-RSV Listertal II 6:0

 

Eines vorab: sollte sich irgendjemand durch diesen Spielbericht in seiner Menschenwürde verletzt fühlen, ist das eben so. Sämtliche Respektlosigkeit und Polemik sind volle Absicht des Verfassers. Zum Thema “Altherrenfussball” nur so viel: dass Kilian und Leon Stahl nicht im Kader standen, hatte damit nichts zu tun. Der Grund dafür war vielmehr, dass beide im Familienurlaub weilen und ihre bleichen Plautzen am Ostseestrand in die Mittagssonne hielten. Ansonsten waren bis auf Julian Zimmer und die Langzeitverletzten alle Mann mit an Bord. Umso enttäuschender war die grottenschlechte Leistung in der ersten Halbzeit, die ähnlich souverän verlief wie der Wahlkampf der CSU- und vom selben Erfolg gekrönt war: 0:0 zur Pause. Das gesamte Spiel war statisch, von Stockfehlern und hanebüchenen Fehlpässen geprägt. Sollte es Videoaufnahmen davon geben, so werden diese vermutlich von der CIA in naher Zukunft als neue Foltermethode eingesetzt. Selbst Maximilian Stracke konnte nicht seine gewohnten Zuckerpässe einstreuen.

 

Nach der Pause kam mit Jonas Scheele und Klaus Viedenz geballte Offensivpower zurück von der Bank, was das Spiel aber zunächst nicht besser machte. Dann erlöste Jan Drüeke alle Anwesenden und würgte das 1:0 per Distanzschuss heraus- und plötzlich lief die Iseringhauser Offensivmaschine wie geschmiert. Marcel Schäfer glänzte zunächst als Vorbereiter: Patrick Willmes drückte seine Ecke am zweiten Pfosten über die Linie. Kurz darauf netzte der hessische Blitz selbst ein und sorgte mit dem 3:0 für klare Verhältnisse. Damit nicht genug: Klaus Viedenz wurde im Strafraum der Gäste zu Boden gerissen und Steffen Bieker verwandelte den fälligen Elfer souverän. Jan Drüeke mit einem Sensationskopfball und Bomber Jonas Scheele mit mehr Glück als

Gustav Gans schraubten das Ergebnis weiter auf 6:0. Und, man glaubt es kaum: dabei blieb es. Zum ersten Mal seit Beginn der Datenerfassung spielte die SpVg zu null. Der Brocken, der Keeper Pikowski deswegen von der Brust fiel, dürfte die gleichen Ausmaße wie der Fels von Gibraltar haben. Dass man heute ohne Gegentor blieb, lag zum einen an zwei starken Paraden Pikowskis in der Schlussphase und zum anderen daran, dass Hendrik Siewer endlich wieder fit war und seine Betreuertätigkeit mit der gewohnten internationalen Klasse ausüben konnte. 

Durch den letztlich doch noch souveränen Heimsieg hat man nun vier Siege in Folge eingefahren, was für Jubel, Trubel, Heiterkeit an der heimischen Vogelstange sorgte.

 

Iseringhausen: Pikowski- Hoffmann, Maximilian Stracke, Reuber, Viedenz (Marcel Stracke), Bieker- Engels, Drüeke- Willmes- Schäfer (Kolodziej), Scheele (Simon Clemens).

 

SpVg Iseringhausen- FC Inter Olpe 6:2

 

Wie die Eichhörnchen vorm Winter emsig Vorräte sammeln, so sammelt auch die SpVg emsig Punkte und kam durch einen souveränen, nie ernstlich gefährdeten Heimsieg gegen das punktgleiche Inter Olpe zum dritten Sieg in Folge. Und das, obwohl mit Leon Stahl eine weitere Stammkraft nicht auflaufen konnte. Er konnte sich das Spiel in Ruhe mit seinem Bruder, Rotsünder Kilian Stahl ansehen, der zum letzten Mal zum Zuschauen gezwungen war. Man begann die Partie defensiv sicher und offensiv uninspiriert, kam dann aber durch den größten Geistesblitz in der Karriere von Simon Clemens, der einen feinen Angriff einleitete, zur frühen Führung. Bomber Jonas Scheele vollstreckte einmal mehr so eiskalt, dass der Langnese-Werbedeal sicherlich nicht mehr lange auf sich warten lässt. Patrick Willmes erhöhte wenig später nach einem Freistoß auf 2:0, und damit nicht genug: noch vor der Pause stellte Jan Drüeke mit einem Roberto Carlos-Gedächtnisfreistoss auf 3:0.

 

Nach der Pause verlor die Partie zunehmend an Qualität, aber die an diesem Tag überragend gute Chancenverwertung hielt weiter an. Steffen Bieker schloss den besten Angriff des Spiels per Direktabnahme äußerst elegant zum 4:0 ab, und damit war der Drops endgültig gerutscht. Patrick Willmes traf kurz darauf zum zweiten Mal, bevor die Gäste auf 1:5 verkürzten. Wer jetzt fürchtete, dass das Spiel nochmal eng würde, lag allerdings falsch: Jonas Scheele machte seinen Gegenspieler derart frisch, dass der wohl morgen noch damit beschäftigt sein wird, den Knoten in seinen Beinen zu lösen: 6:1. Dass man den Gästen das 6:2 auf dem Silbertablett servierte, ist angesichts dieses Endstands sicher zu verscherzen. Unterm Strich eine beeindruckende Revanche für die Niederlage im letzten Jahr, mit der man sich, zumindest vorerst, unter den besten vier der Tabelle festgebissen hat.

 

Iseringhausen: Pikowski- Marcel Stracke (Bieker), Maximilian Stracke, Reuber, Viedenz, Khalfi- Engels, Jan Drüeke- Willmes- Simon Clemens (Schaefer), Scheele(Zimmer).

FC SF Möllmicke II-SpVg Iseringhausen 2:4

 

Am Sonntag kam es am Wendener Schulzentrum zu einem Spiel, das nur ganz selten den Ansprüchen des engagierten Kreisliga C-Zuschauers genügte, denn die SpVg und die Zweitvertretung aus Möllmicke lieferten sich einen absoluten Katastrophenkick. Präsentierte man in der letzten Woche noch ein echtes Sternemenü, so entsprach die heutige Leistung eher einem verdorbenen Zwieback mit abgestandenem Kranwasser, das nicht mal Andy Hoffmann trinken würde. Vielleicht lag es daran, dass eben dieser Andy Hoffmann, im Vorjahr noch Möllmicke-Schreck, fehlte, da er im Urlaub weilte. Ebenso musste man auf Rotsünder Kilian Stahl, Basti Stracke, Sebastian Reuber und Simon Clemens verzichten. Dafür waren Jan Drüeke und Leon Stahl wieder mit von der Partie. Auf den Außen wirbelte aufgrund des Fehlens von Patrick Oppen und Andy Hoffmann das dynamische Duo Domi Kolodziej und Patrick Willmes, vorne drin das goldene Dreieck Scheele, Schaefer und Bieker.

 

Man begann ordentlich und baute dann extrem stark ab, bis Jonas Scheele einen Ball zum 1:0 über die Linie holterdiepolterte und so für die Führung sorgte, die aber komischerweise auch keine Ruhe ins Spiel brachte. Beide Mannschaften krebsten sich ordentlich einen zurecht und schlurften dann in die Kabine zum Pausentee. Ein Glück für die Zuschauer, dass wenigstens die Waffeln auf dem Möllmicker Sportplatz ein Leckerbissen waren.

 

Nach der Halbzeit ging es ähnlich grauenvoll weiter, bis Klaus Viedenz sich in unnachahmlicher Manier ins Offensivspiel einschaltete und gekonnt mit der Pieke zum 2:0 einnetzte. Leider fing man sich auf der Gegenseite flugs den Anschlusstreffer, konnte aber später durch Schaefer, dem die Rückkehr des Wolfs in die heimischen Wälder offenbar keine Angst macht, den Abstand wiederherstellen. Da die Möllmicker aber noch aus klarer Abseitsstellung einen weiteren Treffer erzielen konnten, musste man noch bis fast zum Schluss zittern, bis Marcel Stracke sich erbarmte und für den 4:2 Endstand sorgte. Alle Beteiligten waren äußerst froh, als der Unparteiische das Spiel dann endlich abpfiff. Unter dem Strich eine Leistung zum Vergessen, mit der man aber trotzdem zumindest vorerst auf den 4. Platz springen konnte. In der nächsten Woche empfängt man den FC Inter Olpe an der heimischen Vogelstange, mit dem man nach der enttäuschenden Leistung im letzten Jahr sicherlich noch eine Rechnung offen hat.

 

Iseringhausen: Pikowski- Kolodziej, Maximilian Stracke, Jan Drüeke, Viedenz, Willmes- Engels- Schaefer(Marcel Stracke), Leon Stahl- Bieker, Scheele(Khalfi).

 

SpVg Iseringhausen- Attendorn-Schwalbenohl 5:1

 

Nachdem man vor dem Anpfiff endlich das jährliche Mannschaftsbild gemacht hatte, gab die SpVg auch auf dem Platz ein gutes Bild ab und fegte den Angstgegner aus Schwalbenohl mit 5:1 vom Platz. Und das, obwohl das Lazarett mit Jan Drüeke, Basti Stracke und Leon Stahl gut gefüllt war. Da man zudem noch auf Rotsünder Kilian Stahl und Marcel Stracke (Skifahren) verzichten musste und Patrick Willmes noch auf dem Rückweg von der Wiesn war, fand sich sogar Trainer Keseberg in der Startelf wieder. 

 

Trotz der großen Verletzungsprobleme lieferte man in der ersten Halbzeit die klar beste Saisonleistung und spielte die hoch gehandelten Gäste an die Wand. Das Spiel begann äußerst ungewöhnlich, denn diesmal fiel das obligatorische frühe Gegentor auf der anderen Seite, als Marcel Schaefer einen gut platzierten Schuss abgab, der vom Innenpfosten hinter die Linie kullerte. Gut, dass Kapitän Engels die Platzwahl vorher gewonnen und die Seiten getauscht hatte- offenbar liegt es am rechten Tor selbst, dass dort immer frühe Tore fallen. Auch den zweiten Treffer markierte der Neuzugang aus dem Hessenland, bevor dann Pokalschreck Jonas Scheele das Ergebnis weiter hochschraubte. Wenig später trug sich auch noch Steffen Bieker in die Torjägerliste ein, als er einen Handelfmeter sicher verwandelte. So stand es nach 35 Minuten bereits 4:0 für die Gastgeber, und beinahe hätte Andy Hoffmann mit einem Kopfball noch vor dem Pausentee für einen weiteren Treffer gesorgt- er scheiterte allerdings knapp. 

 

Nach der Pause kamen die Gäste mit Wut im Bauch aus der Kabine und rannten wild auf das Iseringhauser Tor an, scheiterten aber mehrere Male am glänzend reagierenden Sebastian Pikowski, bevor sie doch noch zum Ehrentreffer kamen. Mehr sollten sie allerdings nicht zu Stande bringen, im Gegenteil: der eingewechselte Hattrick-Domi Kolodziej schlug eine absolute Sahneflanke, mit der er selbst am allerwenigsten gerechnet hatte, und Steffen Bieker drosch die Pille zum 5:1 unter die Latte. Damit war der Drops an der Vogelstange gelutscht. Die Gäste hatten sogar noch Glück, dass Schiri Frank Gnade vor Recht ergehen ließ und einen ihrer Spieler nicht vom Platz stellte, nachdem dieser seinen Gegenspieler auf übelste Art und Weise beleidigt hatte. Unter dem Strich eine ganz starke Vorstellung der Mannschaft, die damit auch in der Tabelle einen großen Sprung machte und nun auf dem 6. Platz steht.

 

Iseringhausen: Pikowski- Maximilian Stracke, Reuber, Viedenz- Oppen(Willmes), Keseberg(Kolodziej), Engels, Hoffmann(Zimmer)- Schaefer- Scheele, Bieker.

 

SpVg Iseringhausen-SG Kirchveischede-Bonzel 2:5

 

An der heimischen Vogelstange wurde Geschichte geschrieben, denn zum ersten Mal in ihrer 36jährigen Vereinsgeschichte spielte die SpVg in einem Pokal-Achtelfinale. Leider sollte es der letzte Pokalknaller für diese Saison bleiben, denn der Gast aus Lennestadt gewann das von beiden Seiten intensiv geführte Spiel. 

 

Die SpVg ging mit einer schweren Hypothek in die Partie, denn mit Major Basti Stracke und Rotsünder Kilian Stahl musste man auf zwei wichtige Akteure verzichten. Dafür war Colossus Reuber wieder mit von der Partie. Das Spiel begann wie gewohnt mit dem obligatorischen frühen Gegentor, das allerdings aus 2,35 Abseits fiel. Der Rest der ersten Hälfte war geprägt von starker Abwehrarbeit und vergebenen Chancen nach Standards, bis schließlich doch noch Pokalschreck Jonas Scheele aus der Versenkung auftauchte und aus klarer Abseitsposition für den Ausgleich sorgte. 1:1 war dann auch der Pausenstand, der Hoffnung auf einen Überraschungserfolg gegen die zwei Klassen höher spielenden Gäste machte. 

Leider musste man in, bzw. kurz nach der Pause mit Jan Drüeke und Leon Stahl beide Sechser auswechseln, was zu einem leichten Bruch im Spiel führte, der mit der

Gästeführung nach einer Ecke bestraft wurde. Wenig später dann der Knackpunkt des Spiels: Sebastian Reuber drosch einen Freistoß aus vierzig Metern direkt aufs Gästetor und der Kirchveischeder Keeper fing den Ball erst hinter der Linie- was alle außer dem Schiri gesehen hatten, der allerdings winkte nur müde ab. In der Folge kassierte man noch drei weitere Gegentreffer und kam nur durch Jonas Scheeles zweiten Treffer nochmal zum zwischenzeitlichen 2:4, wobei ein weiterer Gegentreffer aus einer klaren Abseitsposition fiel. Kurz vor Schluss wurde noch ein gegnerischer Spieler des Platzes verwiesen- kein Wunder bei Sage und Schreibe sechs gelben Karten, die die teils überharte Gangart der Gäste widerspiegeln. Unter dem Strich muss man sich für diese Niederlage nicht schämen, denn man bot dem Gegner über die gesamten 90 Minuten Paroli und ließ trotz des langen Rückstands nie die Köpfe hängen. Am Sonntag geht es direkt weiter mit dem Klassiker gegen Attendorn-Schwalbenohl.

 

SpVg: Pikowski- Marcel Stracke(Patrick Oppen), Maximilian Stracke, Sebastian Reuber, Erik Engels, Klaus Viedenz- Jan Drüeke (Patrick Willmes), Leon Stahl(Andreas Hoffmann) -Marcel Schaefer- Jonas Scheele, Steffen Bieker.

SpVg Iseringhausen- SC Bleche-Germinghausen 3:3

 

Am ersten Spieltag erkämpfte die SpVg sich im Derby bei der Decher-Truppe nach einer starken zweiten Hälfte noch einen Punkt. Coach Keseberg musste nur auf Maximilian Stracke (Mais fahren), Marcel Stracke (Ausflug mit Freundin), sowie die üblichen Verdächtigen verzichten, sodass man mit einem stattlichen 17 Mann-Kader anreisen konnte. Daniel Feldmann schaffte es aus dem Portugiesischkurs direkt in die Startelf und sah sich zumindest in der zweiten Hälfte seinem Namenskollegen aus Bleche gegenüber. 

 

Was das Spiel angeht, so verfiel mal direkt in alte Muster und kassierte nach vier Minuten das obligatorische frühe Gegentor. Da man in der ganzen ersten Halbzeit eine Leistung ablieferte, die diese Bezeichnung gar nicht erst verdient, und man zudem die einzige Torchance durch Bomber Jonas Scheele nicht nutzen konnte, kam es, wie es kommen musste: langer Ball, alle pennen: 0:2. Den zahlreich angereisten Gästefans musste der Pausenpfiff daher wie eine Erlösung vorkommen. 

In der Pause fand man dann irgendwo die Einstellung wieder und ging in den zweiten 45 Minuten deutlich energischer zu Werke. Nach feinem Zuspiel von Basti Stracke netzte Neuzugang Marcel Schäfer zum Anschlusstreffer ein. Dann trug sich auch Jonas Scheele in die Torjägerliste ein und erzählte seine Treffer Nummer 6 und 7 in der laufenden Woche, sodass man das Spiel tatsächlich noch drehen konnte. Leider fing man sich dann nach einer Ecke noch ein unnötiges Gegentor, dass gleichzeitig den 3:3 Endstand bedeutete. Trainer Keseberg sorgte mit einer Heiko Herrlich-Gedächtnisschwalbe für das letzte Highlight des Spiels. Unter dem Strich war es ein leistungsgerechtes Unentschieden und aufgrund der starken zweiten Hälfte ein guter Start in die neue Saison.

 

Iseringhausen: Pikowski- Khalfi, Feldmann (Oppen), Viedenz, Zimmer- Drüeke, Engels (Leon Stahl)- Scheele (Feldmann), Leon Stahl (Hoffmann), Sebastian Stracke (Simon Clemens)- Schäfer

 

SpVg Iseringhausen-SV Oberelspe 5:4

 

In einem jetzt schon legendären Pokalfight setzte sich die SpVg in maximal dramatischer Weise hochverdient gegen Oberelspe mit 5:4 durch. Und das nicht zuletzt dank eines glänzend aufgelegten Jonas Scheele, der zuvor derart ungefährlich vor dem Kasten war, dass man schon glaubte, seine Torflaute nur mittels eines Exorzismus heilen zu können. Vielleicht lag es am Flutlicht, jedenfalls netzte er satte drei Mal ein. Hinzu kamen zwei Treffer von Jan Drüeke, was zusammen zu einem knappen Heimsieg reichte. 

 

Aber der Reihe nach. Da wieder einmal „Schichtwoche“ war, mussten die Gastgeber auf Marcel Schäfer, Schröes Macke, Simon Clemens und Stammkeeper Sebastian Pikowski verzichten. Hinzu kamen die Ausfälle von Goalgetter Steffen Bieker, dem verletzten Sebastian Reuber und natürlich Eike Engels. 

 

Wider Erwarten stand nicht „Krake“ Maximilian Stracke zwischen den Pfosten, sondern Bastian Hesse in voller Lockenpracht. 

 

In den  ersten 25 Minuten dominierte man fast nach Belieben und belohnte sich dann auch mit dem 1:0 durch Jonas Scheele nach feinem Spaß von Major Basti Stracke persönlich. Leider ließ Keeper Hesse kurze Zeit später einen relativ zentral platzierten Distanzschuss zum Ausgleich passieren. Und damit nicht genug: nach einem weiteren individuellen Fehler kassierte man noch vor dem Pausentee das 2-1. 

 

Nach der Hälfte kam man wieder besser ins Spiel und durch eine entschlossene Aktion von Jan Drüeke zum Ausgleich. Unnötigerweise kassierte man dann postwendend zwei weitere Gegentore nach krassen Abwehrfehlern, sodass man mit 2-4 ins Hintertreffen geriet. Es folgten allerdings keine hängenden Köpfe, sondern eine beeindruckende Energieleistung und eine Aufholjagd, die nach Toren von zweimal Jonas Scheele und Jan Drüeke in einem umjubelten 5:4 Sieg gipfelte, der Mut für die nächsten Aufgaben macht.

 

SpVg: Hesse- Maximilian Stracke (Kilian Stahl), Khalfi, Viedenz, Zimmer- Erik Engels, Jan Drüeke - Oppen (Hoffmann)(Keseberg), Leon Stahl, Basti Stracke - Scheele

 

Saison 2017/2018

SpVg Iseringhausen-SV Dahl-Friedrichsthal 1:5

 

Am letzten Spieltag musste die SpVg sich gegen den SV Dahl-Friedrichsthal vor heimischer Kulisse mit einer 1:5-Niederlage begnügen.

Kapitän Erik Engels und Topstürmer Andi Hoffmann weilten auf Stammtischtour am Donauufer im schönen Budapest und konnten daher nicht teilnehmen, ebenso wie Sebastian Stracke (Grippe) und der langzeitverletzte Steffen Bieker.

Die Gastgeber fingen sich in gewohnter Manier das obligatorische frühe Gegentor durch Patrick Ochel, der auch für die nächsten beiden Treffer der Gäste verantwortlich war, wobei er bei seinen ersten beiden Toren von der freundlichen Hilfe der Iseringhauser Hintermannschaft profitierte. Abgesehen von den beiden Gegentoren bot man in der ersten Hälfte eine durchaus kompakte Defensivleistung, war nach vorne aber ebenso wenig gefährlich wie Jhon Córdoba. Für die einzig erwähnenswerte Chance vor dem Seitenwechsel sorgte ein Freistoß von Julian Zimmer, den der

Dahler Keeper stark parierte. 

Nach der Pause konnte man durch einen Elfmeter von Benni Stracke auf 1:3 verkürzen. In seinem letzten Seniorenspiel zlatanisierte er den gegnerischen Keeper souverän und drosch die Pille unhaltbar mitten ins Tor. Unglücklicherweise konnte man nicht nachlegen und geriet schnell mit 1:5 ins Hintertreffen, was auch gleichzeitig den Endstand bedeutete. Pech hatte man bei einem Lattenknaller von Jan Drüeke und bei seinem Treffer, bei dem der Vorteil leider abgepfiffen wurde.

Nach dem Abpfiff wurden die Abgänge verabschiedet: Sebastian Wigger und Mario Schulte (Wechsel zum Hützemerter SV) und Benjamin Stracke (Karriereende). 

 

Iseringhausen: Wigger- Zimmer, Reuber, Benjamin Stracke (Maximilian Stracke)- Khalfi, Klaus Viedenz, Jan Drüeke- Marcel Stracke, Schulte, Sebastian Clemens (Stahl)- Kolodziej (Simon Clemens)

 

 

SG Hützemert-Schreibershof II-SpVg Iseringhausen 3:1

 

Bei tropischer Hitze unterlag die SpVg auf dem Schreibershofer Sportplatz der heimischen SG nach schwacher Leistung mit 1:3. Von der ersten Minute an entwickelte sich ein grausiges Gegurke, das bis zum Halbzeitpfiff außer einem Fehlversuch von Steffen Bieker keine nennenswerten Höhepunkte mit sich brachte- um es kurz zu machen, das Schönste an den ersten 45 Minuten waren das Wetter und die Spielerfrauen. Was sonst noch zu erwähnen ist: erstmals seit einer halben Ewigkeit fing sich die Mannschaft kein frühes Gegentor. Die Freude darüber verpuffte aber direkt nach dem Seitenwechsel, da man sich durch schlechtes Stellungsspiel und Unaufmerksamkeiten flugs mit einem 0:2-Rückstand auseinandersetzen musste, dem man lange vergeblich hinterherlief. Erst in der 77. Minute gelang es Steffen Bieker, den Anschlusstreffer zu erzielen; wer jetzt aber glaubte, man könne das Spiel noch drehen, wurde schnell mit der harten Realität konfrontiert: postwendend folgte das vorentscheidende 1:3. So lautete auch der Endstand, der unter dem Strich durchaus verdient ist, da man aufgrund der überwiegend harmlosen Leistung meinem konnte, man habe sich vorgenommen, den Gastgebern nicht das Sportfest zu versauen.

Neben den drei Punkten verlor die SpVg zu allem Überfluss auch noch Jonas Scheele, der sich das Schlüsselbein brach- an dieser Stelle gute Besserung!

 

Iseringhausen: Wigger- Erik Engels, Reuber, Zimmer- Jan Drüeke, Khalfi- Bieker, Scheele, Klaus Viedenz (38. Marcel Stracke)- Simon Clemens (45. Sebastian Stracke), Andreas Hoffmann (60. Benjamin Stracke).

 

SpVg Iseringhausen-GW Elben II 2:1

 

Am Donnerstagabend fuhr die SpVg vor heimischem Publikum einen Heimsieg ein, der unter „Sieg des Willens“ fällt. In einem von spielerischer Armut geprägten Spiel setzte man sich gegen die Zweitvertretung aus Elben mit 2:1 durch, nicht zuletzt dank des wieder genesenen Steffen Bieker, der mit zwei Treffern zum Matchwinner avancierte. 

Trainer Keseberg konnte, anders als in den letzten Wochen, aus dem Vollen schöpfen und einen satten 17-Mann-Kader präsentieren. In den ersten 45 Minuten überzeugte man durch eine solide Abwehrleistung, konnte nach vorne hin aber nicht wirklich Druck entwickeln. Gefährlich wurde man vor allem nach Standards, so scheiterte beispielsweise Freistossgott Julian Zimmer zweimal am Elber Keeper. Logischerweise war es dann auch ein Standard, der für die Führung sorgte: Klaus Viedenz wurde im Strafraum der Gäste zu Fall gebracht und Steffen Bieker verwandelte mit seinem ersten Ballkontakt nach wochenlanger Verletzungspause den fälligen Elfmeter souverän zum verdienten 1:0. 

Nach dem Pausentee zog man ein wesentlich gefährlicheres Offensivspiel auf, verbaselte aber beste Chancen und musste auf der Gegenseite das 1:1 hinnehmen. Diesmal gab man die drei Punkte aber nicht wieder her: Mario Schulte setzte sich auf der linken Seite stark durch und brachte eine scharfe Hereingabe vors Gästetor, die Goalgetter Bieker zum entscheidenden 2:1 verwertete. In der Folge igelte man sich hinten ein und kam noch zu guten Konterchancen, die man allerdings nicht nutzen konnte, sodass es beim 2:1 blieb. Ärgerlich ist, dass Mario Schulte in der Nachspielzeit noch eine völlig überzogene gelb-rote Karte sah, überhaupt sorgte die Schiedsrichterleistung für ordentlich Gesprächsstoff, da selbst harmloseste Bemerkungen von Seiten beider Mannschaften zu deutlichen Strafpredigten des Unparteiischen führten. Als Beispiel sei hier die Antwort des 23. Manns auf die Nachfrage eines Elber Spielers nach der Uhrzeit genannt: „Kümmer dich um dich selber, da hast du genug zu tun.“

 

Iseringhausen: Wigger- Khalfi, Erik Engels, Zimmer- Marcel Stracke (Bieker), Scheele (Reuber), Schulte, Jan Drüeke, Klaus Viedenz- Simon Clemens (Sebastian Stracke), Andreas Hoffmann

 

FC SF Möllmicke-SpVg Iseringhausen 4:2

 

In der Möllmicker Mittagshitze unterlag die SpVg dem Gastgeber nach schwacher Leistung mit 2:4. Das Spiel begann mit dem mittlerweile schon traditionellen frühen Gegentor (11.), das man aber durch Andreas Hoffmanns erstes Saisontor (41.) nach starkem Ballgewinn von Erik Engels noch vor der Pause ausgleichen konnte. Das sollte allerdings das einzige nennenswerte Highlight der ersten Hälfte sein, denn beide Mannschaften lieferten sich ein Kreisligaspiel der Marke „Absoluter Grottenkick“. Nach der Pause kam man etwas besser ins Spiel und erzielte durch einen wieder mal sehenswerten Zimmer-Freistoss das zu diesem Zeitpunkt nicht unverdiente 2:1. Allerdings spielte man die durchaus guten Konterchancen nicht gut zu Ende und gab dann unerklärlicherweise das Spiel noch aus der Hand, indem man in sieben Minuten satte drei Gegentore kassierte. Insgesamt ließ die Mannschaft über beinahe die kompletten 90 Minuten all das vermissen, was sie in der Vorwoche noch ausgezeichnet hatte; man wirkte verschlafen und wesentlich weniger siegeshungrig als der Gegner, der einen verdienten Heimsieg einfahren konnte. Das muss sich zum Heimspiel gegen die Zweitvertretung aus Elben am Donnerstag (19 Uhr) unbedingt ändern, wenn man nicht wieder mit leeren Händen dastehen will. 

 

Iseringhausen: Pikowski- Marcel Stracke, Jan Drüeke, Reuber (33. Erik Engels), Zimmer- Sebastian Stracke, Scheele, Schulte (57. Maximilian Stracke), Klaus Viedenz- Andreas Hoffmann, Simon Clemens (66. Kolodziej).


 

SpVg Iseringhausen- RSV Listertal 3:1

 

Drei Tage nach der 1-8 Blamage zeigte sich die SpVg in allen Bereichen stark verbessert und sicherte sich so einen hochverdienten Heimsieg gegen den Tabellendritten aus Listertal. Und das, obwohl man das inzwischen fast schon obligatorische frühe Gegentor nach einem langen Ball hinnehmen musste (12.). Anders als in den letzten Wochen ließ man sich diesmal allerdings nicht davon entmutigen und erzielte durch Jonas Scheele nach überraschend ausgezeichneter Vorlage von Andreas Hoffmann den Ausgleich (28.). In der Folge hatte man in einigen Situationen Glück, dass die Gäste beste Chancen kläglich vergaben und konnte so mit 1:1 in die Halbzeit gehen. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass Marcel Stracke sich nach Mario Schultes Verletzung im Zentrum trotz völliger Ahnungslosigkeit sehr gut verkaufte ( O-Ton: „Ich weiß gar nicht, was da los ist“). In den zweiten 45 Minuten wurde das Spiel zunehmend aggressiver, vor allem, nachdem die Listertaler das Fairplay mit Füßen getreten hatten und versuchten, aus einem von der SpVg fair ins Seitenaus gespielten Ball Vorteil zu ziehen. Die Mannschaft (sponsored by Mercedes-Benz) gab allerdings die richtige Antwort und erzielte das verdiente 2:1: eine von Sebastian Stracke scharf auf den ersten Pfosten getretene Ecke fälschte Klaus Viedenz noch leicht ab, sodass die Listertaler sich entschlossen, sich gegenseitig abzuschießen. Zack, Peng, 2-1. Da Jonas Scheele sich für dieses Eigentor ausgiebig feiern ließ, bekam er den Treffer gutgeschrieben. In der Folge konnten die zahlreich erschienenen Zuschauer ein rassiges Kreisligaspiel erleben: Rudelbildungen, Schubser, und Pöbeleien. Julian Zimmer erbarmte sich schließlich und erzielte auf den Tag genau fünf Jahre nach seinem Aussenbandriss ein absolutes Sahnetor: aus spitzem Winkel jagte er einen Freistoß direkt in die Maschen (78.). Darauf folgten Jubel, Trubel, Heiterkeit und zwölf Minuten souveränes Zeitspiel (plus sieben Minuten Nachspielzeit), an deren Ende ein umjubelter Heimsieg stand- auch, weil Keeper Pikowski bei seinem ersten Rückrundeneinsatz glänzend aufgelegt war. 

Insgesamt war es die völlig richtige Antwort der Mannschaft, die die geforderte Reaktion zeigte und vor allem kämpferisch eine bärenstarke Leistung zeigte. Darauf lässt sich in den nächsten Wochen aufbauen!

 

Iseringhausen: Pikowski- Marcel Stracke, Khalfi, Jan Drüeke, Zimmer(57. Benjamin Stracke)- Sebastian Stracke, Scheele, Schulte (29. Maximilian Stracke), Klaus Viedenz- Andreas Hoffmann, Simon Clemens (27. Kolodziej).

 

FC Attendorn-Schwalbenohl-SpVg Iseringhausen 8:1

 

Am Donnerstagabend kam die SpVg beim FC Attendorn-Schwalbenohl mit 1:8 unter die Räder. Bereits nach wenigen Sekunden musste man den ersten Gegentreffer entgegennehmen, als man einen langen Ball der Gastgeber nicht verteidigen konnte, was im 0:1 resultierte. Die meisten der folgenden Gegentore sollten genauso ablaufen. Im Rest der ersten Hälfte bot man dem Tabellenvierten durchaus Paroli, nutzte allerdings eigene Chancen durch die beiden Spitzen Andreas Hoffmann und Simon Clemens nicht. Zudem wurde der SpVg ein glasklarer Elfmeter verweigert, überhaupt kam der Schiedsrichter in den gesamten 90 Minuten trotz der in etlichen Situationen überharten Gangart der Gastgeber unverständlicherweise ohne gelbe Karte aus. Auf der Gegenseite galt die Maxime: Jeder Schuss ein Treffer! Das 0:2 fiel ebenfalls nach einem langen Ball, das 0:3 nach einem Standard, bei dem man nicht schnell genug reagierte.

In den zweiten 45 Minuten wollte man es besser machen, bekam aber erneut zwei schnelle Gegentore, die das Spiel endgültig entschieden. Klaus Viedenz konnte lediglich zum zwischenzeitlichen 1:5 verkürzen, man musste allerdings quasi im direkten Gegenzug das 1:6 hinnehmen, dem die starken Attendorner in der Schlussphase noch zwei Treffer folgen ließen. Jetzt heißt es: Mund abwischen und am Sonntag gegen den RSV Listertal (bereits um 13 Uhr) eine Reaktion zeigen!

 

Iseringhausen: Wigger- Marcel Stracke (65. Kolodziej), Jan Drüeke, Reuber, Zimmer- Sebastian Stracke (30. Maximilian Stracke), Scheele, Schulte, Klaus Viedenz (70. Simon Clemens)- Simon Clemens (55. Sebastian Stracke), Andreas Hoffmann.

 

SC Bleche-Germinghausen-Spvg Iseringhausen 4:1

 

Trotz eines 37 Meter Lasers von Sebastian Clemens, den der Blecher Keeper unmöglich halten konnte, gab es auch an diesem Sonntag keine Punkte für die Spvg. Nicht unwesentlich dazu beigetragen hat möglicherweise, dass die gesamte Mannschaft am Vorabend repräsentative Funktionen auf dem Polterabend von ü32 Edeltechniker  Sascha Brüser wahrnahm. Anders ist die katastrophale Chancenverwertung nicht zu erklären, denn hätte man sich in etlichen Situationen etwas cleverer angestellt, wäre das Ergebnis sicherlich besser ausgefallen. So musste man sich in der Mutter aller Derbys gegen die SC Bleche-Germinghausen mit einem 1:4 begnügen.

In der ersten Hälfte bot man trotz des Ausfalls von Koryphäen des Weltfussballs wie Steffen Bieker (Knöchel), Stefan Linder (Knie) Mario Schulte(Leiste) und Robin Bröcher ( Kfz-Transaktion) eine durchaus ansprechende Leistung, musste allerdings einem bereits in der vierten Minute gefangenen Gegentreffer hinterherlaufen. Sebastian Stracke scheiterte am Blecher Torhüter Schürholz, Jonas Scheele wenig später an der Latte. Dann schlug die große Stunde des Sebastian Clemens: aus genau 37 Metern Torentfernung verleitete ihn sein ligaweit gefürchteter Torinstinkt dazu, einen Strahl von einem Schuss abzufeuern, der unhaltbar im Blecher Tor einschlug. Ein Treffer, der in keiner YouTube-Compilation fehlen darf! 

Leider baute man in der zweiten Halbzeit stark ab und kassierte dreimal das gleiche Tor: eine scharfe Hereingabe von rechts, die Keeper Wigger abwehrte, allerdings schaltete die gesamte Abwehr jedesmal ab, sodass die Blecher ungestört abstauben konnten. Eigene Chancen durch Sebastian Stracke und Sebastian Clemens, der beinahe sein zweites Tor an diesem Nachmittag erzielt hätte, wurden nicht genutzt, sodass am Ende eine 1:4 Pleite gegen die von Ralf D. aus A. trainierten Blecher zu Buche stand. 

 

Iseringhausen: Wigger- Khalfi, Reuber, Maximilian Stracke (45. Kilian Stahl), Benjamin Stracke- Jan Drüeke, Scheele, Klaus Viedenz, Sebastian Stracke-Andreas Hoffmann, Simon Clemens (30.! Sebastian Clemens)