Aktuelles:

Das Spiel gegen Möllmicke II entfällt!

SpVg Iseringhausen – FC Sportfreunde Möllmicke II 2:0

 

Am Volkstrauertag war die zweite Welle aus Möllmicke zu Gast, gegen deren Erstvertretung man ja in dieser Saison nach großem Kampf aus dem Krombacher-Pokal ausgeschieden ist. Denkt man an die Blamage vor eigenem Publikum in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit, so hatte man sicherlich noch einiges wiedergutzumachen. Bei ekligem Wetter rückten Sebastian Reuber und Maximilian Stracke erstmals in dieser Saison in die Startelf, und auch Sebastian Clemens war mit von der Partie, obwohl er eigentlich nur seinen Pulli abholen wollte, der seit zwei Wochen in der Kabine hängt. Aus der Fankurve wurde er bei seinem Auftauchen sofort mit Feuerzeugen beworfen, weil mittlerweile durchgesickert ist, dass er in der nächsten Saison für Hajduk Split auf Torejagd gehen wird.

„Ein Transfer, der uns sportlich sicherlich weh tut“, gab der Sportliche Leiter der SpVg, Benjamin Stracke, vor dem Anpfiff zähneknirschend zu. „Andererseits spült uns dieser Wechsel ordentlich Geld in die Kasse, sodass wir jetzt einige wichtige Investitionen tätigen können. So können wir beispielsweise endlich einen eigenen Pizzaofen ins Clubhaus einbauen, und auch der neue Flipperautomat lässt sich jetzt endlich realisieren.“

 

Das schien die Topfans der Brachtpetalelf indes nicht zu kümmern.

„Solche Söldner sollten überhaupt nicht mehr zum Einsatz kommen“, knurrte Thomas Hoffmann, der beim öffentlichen Training am Donnerstag von diesem Transfer erfuhr. „Das hat der Verein nicht nötig! Ein Daniel Lakwa wäre sicherlich froh, wenn er für diesen Judas in die Bresche springen könnte!“

Trainer Frank Hupertz, der in seinem neuen, orangefarbenen Dienstwagen vorfuhr, entschied sich jedenfalls dafür, heute lieber Nachwuchstalent Jonas Scheele eine Chance zu geben.

 

Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel, das zäher war als jeder Kaugummi, auf dem Alex Ferguson stundenlang rumgekaut hat. Taktikliebhaber kamen dank abkappender Achter, falscher Neuner und auch ein paar Nullen voll auf ihre Kosten, aber gute Torchancen ergaben sich nicht. Das Schönste am Spiel waren in dieser Phase definitiv die Spielerfrauen. Dann aber erlöste Sebastian Reuber die anwesenden Fans, als einer seiner Befreiungsschläge unhaltbar für den Gästekeeper einschlug – ausnahmsweise mal im richtigen Tor. Die Freude über diesen Treffer war so groß, dass fast alle Ultras spontan ihre halben Liter leerten und bei unseren Verkaufsdamen eine neue Dickenkarte erwarben. Weitere Höhepunkte hatte die erste Hälfte nicht zu bieten.

 

Kommen wir zur Elektrotechnik Spiekern-Halbzeitanalyse. Hier waren sich die Experten nicht ganz einig. Der verletzte Kilian Stahl konnte zum Führungstor nichts sagen, weil er morgens vergessen hatte, seine Brille zu putzen, und das Tor daher nicht sehen konnte. Werner Viedenz war stinksauer, dass er es nicht in den Kader geschafft hatte und zog sich grimmig eine Kappe auf, auf der #freewerner stand. Sebastian Pikowski monierte, dass die Anschaffung des neuen Pizzaofens eine katastrophale Fehlinvestition sei und bekräftigte nochmals, dass ein Dönerspieß die sinnvollere Alternative sei. Marius Drüeke meinte, ein Marius Drüeke würde dem Spiel gut tun. Einigkeit herrschte nur darüber, dass die von den Ersatzspielern gebotene Tiefbau Beck-Halbzeitshow die Erwartungen mehr als übertraf.

 

In den zweiten 45 Minuten agierten die Gastgeber dann deutlich zielstrebiger und wurden schließlich belohnt: Maximilian Stracke grätschte einen Gegenspieler ab, als wäre er die Reinkarnation von Jürgen Kohler, und eroberte den Ball,  sein langer Flugball prallte von der Eckfahne ab und fiel Jonas Scheele vor die Füße, der gewohnt souverän einschob: 2:0, die Vorentscheidung. Glück hatte man kurz vor Schluss, als ein Möllmicker Stürmer das leere Tor verfehlte – Basti Wigger war damit beschäftigt, das Tanzen für den Berlinghauser Schützenball zu üben. Unter dem Strich war es ein verdienter Sieg für die SpVg, die sich damit fürs Erste in der oberen Tabellenhälfte festkrallt.

 

SpVg: Sebastian Wigger – Michael Engel, Sebastian Reuber, Michael Bechheim (Tobias Viedenz), Florian Bechheim, Maximilian Stracke (Steffen Theile) – Thomas Stracke, Paul Thauberger, Slawa Brushinski (Mike Clemens) – Jonas Scheele, Thorsten Stahl (Sascha Brüser).

 

Stimmen zum Spiel:

Marius H. (aus I.): Flipperautomat?! Ich will ne Dartscheibe!

Daniel L.: Ich hätte gerne ausgeholfen, aber ich habe mich die Treppe nicht runtergetraut.

Domi K.: Ich hätte ja einen Hattrick gemacht, wenn ich gespielt hätte. Aber ich muss eh keinem mehr was beweisen.

 

PS: Das Spiel ist ausgefallen, weil die Gäste keine Mannschaft stellen konnten. Aber wer will das schon lesen?